Heute, am Tag des heiligen Milodon, scheint mir ein guter Tag fürs Rückblicken.
Es fing ja alles im Januar an, genauer gesagt an Neujahr, als ich mich mit Freunden (erinnert ihr euch?) über gute Vorsätze für 2008 unterhielt. Weniger Wurst und Fleisch - und das aus meinem Mund (in Worte geformt!). Doch schon wenige Monate später war klar, dass daraus nichts wurde, denn als Vegetarier hat man in Argentinien einen wirklich schlechten Stand. Naja, vom deutschen Frühling und Sommer bekam ich nicht so viel mit, war eben schwer mit meinem Master und meinem Fahrrad beschäftigt;-) Abschluss: Master of Disaster. Das einzige Sommertop, das ich noch in Bremen gekauft hatte, wurde nicht einmal getragen und musste leider zuhause bleiben. Im Koffer war schließlich kein Platz für so einen Schnick Schnack, es sollte ja in den argentinischen Winter gehen (danach könnte die Lufthansa übrigens auch mal ihre Übergepäckgebühren bemessen).
Ja und dann war ich da, und es herrschten 20 Grad. Naja, nicht die ganze Zeit über, aber dafür jeder Tag mit einem cielo celeste...
Was dann passierte, wisst ihr ja. Wenn ihr schön fleißig gelesen habt.
Und natürlich hatte der Roadmovie noch einen zweiten Teil (bzw. eigentlich ist er siebenteilig, jeder Film 60 Minuten), aber ich habe dann das Reisen und Genießen dem Reporten und Berichten vorgezogen
Ein den Erlebnissen und Eindrücken angemessenes resumen fällt mir auch jetzt noch schwer, auch wenn ich mittlerweile seit gut 2 Wochen wieder "zuhause" bin. Alemania-Argentina, acá y allá - ich fühle mich gerade eher zwischen zwei Welten. Und noch seltsamer wird es, wenn jetzt die Postkarte aus Ushuaia hier am WG-Kühlschrank klebt...
Gracias a todos por leer mi blog! Espero que les haya gustado...
Danke Euch allen fürs Lesen! Hoffe, es hat euch gefallen...
Hasta la próxima
Entre dos tierras remains copyright of the author lilatina, a member of the travel community Travellerspoint.
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]]>Mittwoch:
Kurz hinter Carlos Paz Kondore zum Frühstück. Eine ziemlich große Schar dieser weltweit größten fliegenden Vögel ließen uns an den Flugstunden mit ihren Jungen teilhaben.
Fahrt durch die Pampas cordobesas und San Juán: unendliche Weiten, 2 Stunden Schotterpiste (sch)nur geradeaus, Palmenwälder und Kakteenlandschaften.
Abends Ankunft in Valle Fertil und Einzug in unsere Cabaña.
Donnerstag:
150 km zum Parque nacional de Talampaya. Führung durch die bis zu 150 Meter hohen roten cañones (Flusstäler). Felsformationen wie “Sagrada Familia”, “El Monje” y “La Tortuga”. Tiere in freier Wildbahn: loros (Papageienart) y guanacos (Lamas). Am Nachmittag weiter zum nächsten Nationalpark: Die Mondlandschaft des valle de la luna. Hier wurden die bisher ältesten Dinosaurier der Welt gefunden!!! Bei unserer geführten Tour suchte sich guía Fredi natürlich unseren Pickup aus, der dann die ganze Karawane anführen sollte. Die graue Tonlandschaft beeindruckte mit zerklüftetem, verkratertem Boden und durch Erosion gebildete Felsformationen wie „Submarino“ und „El hongo“.
Freitag:
Weiterfahrt nach Mendoza, über die berühmte Ruta cuarenta. Am Nachmittag Ankunft in der Weinhauptstadt, wo wir auch ziemlich bald das schöne Hotel „Montañas azules“ (Hotel der blöden Lehrer) fanden.
Samstag:
Spontan entschieden wir, doch noch einen Tag in der grünen Stadt zu bleiben. Während unseres Einkaufbummels über die Avenida de Las Heras machte uns der blühende Ahorn schwer zu schaffen. Und dann rückte uns auch noch Vera auf die Pelle (!). Am Nachmittag Besichtigung der schönen Plätze, die als Erdbebenfluchtpunkt angelegt worden waren. Für Abends hatten wir einen Tisch im angeblich besten Restaurants Argeniniens reseviert: 1884. M+P teilten sich das Bife gigante (eine ganze Rinderrippe).
Sonntag:
Südroute bis Uspallata, Puente de Inca und falscher Aconcagua. Der „echte“ hatte sich hinter anderen Felsformationen versteckt (außerdem kann man den höchsten Berg jenseits von Asien auch schon mal leicht übersehen, oder?). Redentor gesperrt, dafür aber Grenzerfahrung mit hohem Bürokratieaufwand. Schließlich Einreise nach Chile trotz visaloser Lisa. Drei Touristen mit dem Reisepass passierten eine Linie und erzählten sich was. Da kam die Polizei: Ja was ist denn das? Gaben uns dann doch den Laufepass...
Auf der anderen Seite der Anden erwartete uns eine völlig andere Landschaft: Das grüne Lummerland begleitete uns bis zur Hauptstadt. In ca. 2 Stunden machten wir uns während der Hotelsuche mit der Stadt vertraut und kamen zu dem Schluss: Santiago ist ein Dorf, die 6 Millionen Einwohner müssen woanders leben…
Montag:
Wenn eine Taxifahrt ins Zentrum 4500 chilenische Pesos kostet, wie viele Pesos bekomme ich dann für einen Euro? Das konnten uns leider auch die Banken nicht verraten…
Santiago im Schnelldurchlauf: Paseo Ahumada, Plaza de Armas, Cerro Santa Lucía, Bella Vista, Lapislazulihaus, cerro Cristobal, teléferico. Abendessen im tiefblauen Fischrestaurant “Azulprofundo”: Pisco sour (typisch chilenischer Aperitif) und sehr leckere mariscos y pescados!
Dienstag:
(Mal wieder) später als geplant verließen wir die Hauptstadt in Richtung Oceáno pacífico.. Nach der Fahrt durch den chilenischen Frühling (wo die Bauern noch mit Pferd und Joch sähen) gelangten wir am Abend ins kleine Küstendorf Peluhue. Bei Campomar schien uns Pirata, der Husky-Schäferhund-Mischling, schon erwartet zu haben. Kurz vor dem herrlich romantischen Sonnenuntergang am Meer bezogen wir unsere urgemütliche Cabaña, in der man den Ozean vom Bett aus betrachten konnte. Was will man Meer?
Die Chilenen (Grenz- und Zollbeamten, Polizei, Kellner) hatten bis dato nicht den besten Eindruck bei uns hinterlassen, umso herzlicher und freundlicher wurden wir von Catalina auf Campomar empfangen und fühlten uns sehr wohl. Auch als wir später noch etwas essen gehen wollten, öffnete die hostería pacífico extra für uns noch mal ihre Pforten (ok, den Ofen machten sie nicht extra noch mal an…)
Mittwoch:
Strandtag ohne Baden, aber mit Seelöwen Beobachten. Die Kaffepause mit „Omas Kuchen“ ging etwas in die Hose (7100 Pesos für 3 Stücke Kuchen, da konnte etwas nicht stimmen!). Diese Erfahrung machten dann aber die in der Abendsonne badenden Pelikane wieder gut ;-) Und natürlich der unglaublich kitschig schöne Sonnenuntergang am Meer…
Schon in der ersten Woche haben wir einiges gelernt:
Keine schlafenden Hunde wecken!
Papa ist auf den Hund gekommen.
In Peluhue ist der Hund verfroren.
Ungefähr achtHUNDert chilenische Pesos sind 1 Euro.
ROADMOVIE Teil I - Die Woche der Superlative remains copyright of the author lilatina, a member of the travel community Travellerspoint.
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]]>Am Samstag wurde dann gefeiert, und zwar Abschied. Leider sagten mir einige Leute noch kurz vorher spontan ab, dafür waren dann aber auch wenigstens fast nur Argentinier da! (Mira vos! Sí, hice amigos, Patricia!) Richtig lustig wurde es, als Sebast auf einmal von irgendwoher bunte Pappmasken hervorkramte, die dann jeder aufsetzen musste. Als unsere liebe Nachbarin dann damit drohte, wegen des Lärms die Polizei zu alarmieren, machten wir uns ziemlich bald auf den Weg ins Maderos, wo noch ausgiebig bis in die Morgenstunden weitergefeiert wurde ;-)
Am Montag musste ich dann endlich mal die Verlängerung meines Visums in Angriff nehmen, das am Dienstag ablaufen sollte. Zum zweiten Mal stand ich 1-2 Stunden in der Schlange, um dann zu erfahren, dass ich auch einfach an der Grenze beim Ausreisen eine „Strafe“ von 50 Pesos zahlen könnte, wenn das Visum nur 10 Tage überschritten würde. Deshalb war ich seit dem 8.10. eigentlich illegal im Lande unterwegs – Lisa ohne Visa.
Am Dienstag war es dann soweit: Nach ein bisschen Packen und Putzen nahm ich den Bus zum Flughafen, wo mich Mama und Papa schon erwarteten (meine Unpünktlich hatte sich in Argentinien natürlich noch drastisch verstärkt ;-)). Auf dem Parkplatz bekamen wir dann unseren Chevrolet S10 übergeben, der extra aus Mendoza gebracht worden war! Der Nachmittag war zur freien Verfügung: Friseurbesuch, kleiner Bummel durch Córdoba und Facturas essen auf der Plaza de la Intendencia. Abends fuhren mir mit dem Taxi Richtung paseo de las artes zum Nieta e la pancha, wo ich immer schon mal dinieren wollte. Sehr empfehlenswert: Das Zicklein (cabrito) mit Süßkartoffeln (batatas).
Despedida de Córdoba - Lisa sin visa remains copyright of the author lilatina, a member of the travel community Travellerspoint.
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]]>Feliz cumple, Franziska! remains copyright of the author lilatina, a member of the travel community Travellerspoint.
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Fleisch, Fernet, Coca Cola und Salz!
Über die wichtigsten Regeln wurden alle vorher per Mail informiert:
Estimados despues de una mañana complicada puedo sumarme nuevamente al debate los puntos en concreto son:
1-llevar 500g de carne por persona (no discriminar al cerdo es bien recibido)
2-llevar el que tenga gusto exentricos como coca zero y/o magna, que la lleve
3-llevar un vino y/o coca comun por persona. para el fernet
4-llevar platos y cubiertos
5-llevar plata
7-el fernet si o si antes de salir sino nos van a fajar
11-los chinchulines tambien son buena onda
12-ni se les ocurra preguntar cuando recien se prende el fuego cuanto falta para comer
13-los quiero mucho
Numero 12 einzuhalten, war wirklich schwer: "Kommt nicht auf die Idee zu fragen, wenn gerade erst Feuer gemacht wurde, wie lange es noch dauert."
Doch das Warten lohnte sich. Seht selbst!


Nach siesta in der Frühlingssonne, trinkt man Mate dann mit Wonne...

El día de la primavera remains copyright of the author lilatina, a member of the travel community Travellerspoint.
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]]>Den verregneten Samstag nutzten wir also um das museo de la inmigración zu besuchen. Im sogenannten hotel de los inmigrantes, nah am Hafen gelegen, können die Argentinier heute die Spuren ihrer Vorfahren verfolgen. In dem Haus, in dem bis in die 1950er Jahre Immigranten untergebracht waren, sind auch Originaldokumente ausgestellt, z.B. eine Einwanderungsbescheinigung eines gewissen Heinrichs aus Bremen;-)
Hier nun ein paar Bilder von Buenos Aires (Könnt ihr euch am besten auch in größer angucken: http://www.travellerspoint.com/photos/gallery/users/lilatina/)

Links: Die 9 de Julio, angeblich breiteste Straße der Welt...
Mitte: Subte, eine Attraktion der Hauptstadt, auf die selbst Argentinier abfahren.
Rechts: Busse werben fürs Laufen, und das gerade in Buenos Aires!

Panchos und Palomas auf der Plaza de Mayo. Im Hintergrund die Casa Rosada.

La Boca: Buntes Touristenviertel, Tango und Trickdiebe

Einer der unzähligen Fußballfans in Argentinien

Blick auf den Obelisken bei Nacht

Der Obelisk auf der avenida 9 de Julio, el cabildo (das frühere Rathaus) und Puerto Madero, der neue Hafen

Der Schreibtisch in unserer residencia: Che, Mate und ein Computer mit ohne Internet. Gehts noch typischer?
Buenos Aires remains copyright of the author lilatina, a member of the travel community Travellerspoint.
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]]>Regen. Eine völlig neue Erfahrung für mich in Córdoba, denn gestern hat es das erste Mal geregnet, seit ich hier bin. Und angeblich gab es in der Region seit 6 Monaten nicht einen Tropfen Wasser. Gut, Winter bedeutet hier Trockenzeit, aber es war ja auch verdammt heiß teilweise (ganz im Gegensatz zum letzten Jahr, als es sogar Schnee gab).
Die paar cuadras von unserer Wohnung zur Arbeit lege ich normalerweise in 5 Minuten zurück, doch gestern war es ein echter Kampf. Während sich die Natur über die lang ersehnte Erfrischung freute, war das Abwassersystem mit den Wassermassen total überfordert. Die Straßen verwandelten sich in Bäche und als Fußgänger musste man auf den schmalen Bürgersteigen höllisch aufpassen, dass die Autos und Busse, die mit ihrer normalen Geschwindigkeit durch das Wasser bretterten, einen nicht völlig im Regen stehen ließen. Ich passte immer genau ab, wann die Autos rot hatten und zum Stehen kamen, um dann schnell zur nächsten Ecke vorzulaufen. Dort rettete ich mich auf die Stufen der Hauseingänge, denn wenn der Verkehr wieder floss, schwappte das Wasser komplett über die Bürgersteige. Ein Regenschirm tat es auch nicht wirklich, denn man wurde eher von unten als von oben eingenässt.
Im Büro war der Regentag natürlich DAS Gesprächsthema ("Hacía falta esta lluvia"). Ich musste ausgerechnet an diesem Tag mehrere Male zwischen Büro und Schule pendeln, die eigentlich um die Ecke liegt. Jedes Mal kam ich mit pitsch nassen Füßen an. Doch Augusto, mein Chef, duldete keine Klagen: "Esto también es parte de tu experiencia intercultural", me dijo con una sonrisa. - "Das gehört auch zu deiner interkulturellen Erfahrung", sagte er mit einem Lächeln.
Lluvia!!! remains copyright of the author lilatina, a member of the travel community Travellerspoint.
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Für die Nacht hatten wir uns im Hotel La Cumbrecita eingemietet, wo wir auch zu Abend aßen: Die etwas verschrobene Kellnerin servierte uns Porree-Schinken-Röllchen, Suppe, Gulasch mit Spätzle und ein Schokoladen-postre. Und zum Frühstück gab es sogar Käse, Schinken und dunkles Brot. Schön gestärkt wanderten wir dann am Sonntag vorbei an der Pension Elsbeth und dem "Forellenteich" hinauf zu einem kleinen Wasserfall. Im Vergleich zu den cataratas de Iguazú war dieser zwar ein Reinfall (jeje), aber dafür gab es hier mehr condoritos als in der quebrada (in der wenige Tage nach unserem sonnigen Ausflug übrigens Schnee gefallen war).

Am Sonntag Nachmittag ging es dann weiter nach Villa General Belgrano. Für die 36 Kilometer brauchte der Bus knapp 2 Stunden, da es auf der Strecke nicht wirklich eine Straße gibt und es immer wieder auf und ab geht. Villa General Belgrano, das Klein-Süddeutschland Argentinies, kam mir vor wie ein Freizeitpark. Überall Holzhäuser mit deutschen Namen, Touristenshops mit deutsch sprechenden Verkäufern und eine Bäckerei mit Kölner Spezialitäten. Bald findet dort auch die alljährliche fiesta de la cerveza (zu deutsch: Oktoberfest) statt.

Mal wieder kehrten wir in einem "typisch" deutschen Restaurant ein, wo ich eine Knackwurst mit Sauerkraut bestellte. Vor unserer Rückfahrt hatten wir noch etwas Zeit für einen kleinen Stadtbummel. Zum Glück machte ich noch die panadería Rein ausfindig, die mir von anderen Deutschen in Córdoba empfohlen worden war. Von dem Graubrot und dem Vollkornbrot zehre ich heute noch ;-)

La Vela Puerca, La Cumbrecita y La Villa General Belgrano remains copyright of the author lilatina, a member of the travel community Travellerspoint.
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Wieder mal vom blauen Team...
Unsere Wanderung begann so ziemlich genau am Mittag, an einem wirklich heißen Sonntag. Ziemlich unvorbereitet waren wir der Sonne ausgesetzt und mussten erstmal 2,5 Stunden laufen bis wir zum balcón gelangten. Von dieser naturgeformten Aussichtsplattform aus hat man einen einmaligen Blick auf die quebrada. Diese Schlucht, die aus fast vertikalen Felswänden gebildet wird, ist die Heimat der Kondore. Nach einer Verschnaufspause mit Sandwichs konnten wir schließlich auch ein paar kreisende Kondore in der Ferne beobachten.

El Condor pasa (aber mit der Kamera ziemlich schwer zu erwischen)
Ziemlich bald machten wir uns dann schon wieder auf den Rückweg, noch einmal zweieinhalb Stunden die gleiche Strecke zurück! Cathi und ich (wir waren mal wieder viel langsamer als die anderen) bekamen schnell die Auswirkungen der Sonne auf unserer weißen Haut zu spüren. Nach dem letzten Schluck Wasser und einem Apfel, den wir noch übrig hatten, erschien uns der Weg noch länger als vorher. Wir malten uns schon aus, wie wir - völlig erschöpft - eine leichte Beute für die dort lebenden Pumas wären...
Dem Durst und der Sonne ausgesetzt hatten wir eine Fatamorgana und sahen einen See in der völlig trockenen Landschaft. Doch plötzlich spiegelte sich die Sonne wirklich in einem kleinen Fluss: Agua agua!!! Ohne lange zu überlegen füllten wir unsere leeren Plastikflaschen mit dem kristallklaren Wasser. Was für eine Wohltat! Die letzten Kilometer fielen dadurch leider nicht viel leichter: Es ging nämlich alles bergauf.

Wieder am Parkplatz angekommen (die anderen hatten schon 40 Minuten auf uns gewartet) stellten wir fest, dass wir ziemlich verbrannt (quemadas) waren. Am nächsten Tag im Büro war das dann auch Gesprächthema Nummer eins, da man fast alle Teilnehmerinnen der Quebrada-Wanderung an ihrem roten Ausschnitt erkennen konnte.

Quemada en la quebrada remains copyright of the author lilatina, a member of the travel community Travellerspoint.
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stellten Gaucho und Patalusco die idelaen Weggefährten dar.

Bevor wir aber die Hufe schwangen, statteten wir noch dem über La Cumbre trohnenden Cristo einen Besuch auf seinem Berg ab und hielten eine kurze siesta.

Wieder unten angekommen, machten wir uns schließlich gemeinsam mit unserem guía Daniel und den drei caballos auf den Weg in die Sierras...

Dieser Weg war kein leichter, dieser Weg war steinig und schwer! Wie froh war ich unterwegs, dass wir die steilen Hügel nicht selbst zufuß erklimmen mussten (das erwartete uns ja dann genau einen Tag später: http://lilatina.travellerspoint.com/16/)
Trotz mancher Schwierigkeiten, den Halt im Sattel nicht zu verlieren, konnten wir die Landschaft und Aussicht richtig genießen! Doch nach 3 Stunden cabalgata über Stock und Stein waren dann auch nicht nur die Pferde platt. Während sich Gaucho und Patalusco schön zur Entspannung im Dreck wälzten, nutzen wir die Gelegenheit, um noch ein paar typisch argentinische Eindrücke festzuhalten:



Cabalgata en La Cumbre remains copyright of the author lilatina, a member of the travel community Travellerspoint.
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]]>Cita a ciegas remains copyright of the author lilatina, a member of the travel community Travellerspoint.
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]]>censo remains copyright of the author lilatina, a member of the travel community Travellerspoint.
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]]>Am Montag hat meine 3. Woche im Ergo Club, einem kleinen Fitness Center um die Ecke begonnen. Wie gesagt, aufgrund der ganzen Leckereien wie alfajores, facturas, criollos, empanadas, oreos, tutucas (eine Art Popcorn) und natürlich den ganzen gaseosas wie Coca, Pepsi usw. (Coca light ist hier irgendwie ziemlich verpönt) muss jetzt mal abgespeckt werden. Mitglied im Club zu werden war wesentlich einfacher als eine geeignete Sporthose zu bekommen, die ich natürlich nicht aus Deutschland mitgebracht hatte. In meiner "Not" bin ich auf eine Schlabber-Schlafanzughose ausgewichen, die ich vielleicht sogar auch so auf der Straße anziehen könnte (gibt es diesen häßlichen Schlabberlook auch in Europa?). Eine Woche später habe ich dann in einem kleinen Geschäft bei uns um die Ecke eine "echte" Jogginghose entdeckt, die in XL sogar etwas länger als 3/4 war. Für 30 Pesos ein echtes Schnäppchen, dachte ich mir, und außerdem steht an der Seite so was wie Dizy Lizy drauf. Schade nur, dass sie dann direkt bei der ersten Übung an der unvorteilhaftesten Stelle gerissen ist...
Auch ansonsten gestaltet sich das Klamotten shoppen hier für mich nicht besonders einfach: Ich habe bestimmt insgesamt schon an die 40 Oberteile anprobiert. Wie praktisch, dass es in den meisten Geschäften auch immer nur eine Größe gibt! Von schönen Leder-Stiefeln ganz zu schweigen! Nachdem ich fast 2 Wochen lang alle zapaterías abgeklappert und vergebens Größe 41 verlangt hatte, änderte ich meine Strategie und verlangte einfach Größe 40. Nun muss man aber wissen, dass es 1. nur 10 % der schönen Schuhe und Stiefel in der gigantischen Größe 40 gibt und dass 2. Argentinier einfach nur gerne so tun, als könnten sie einem weiterhelfen anstatt gleich mit der Wahrheit rauszurücken. So quetschte ich meine armen Füße schon mehrfach in 38er und 39er Stiefelchen.
Um so erstaunter war ich dann, als meine Pechsträhne ein Ende zu haben schien. Meine gerissene Sporthose wurde ordentlich genäht und verstärkt und hält bis heute. Dem Verkäufer laufe ich ab und zu über den Weg und er fragt mich dann immer nach meinem Befinden und dem der Hose;-) Selbst meine Einkaufstüte voller Kosmetika von Farma City, die ich aus lauter Frust über die nicht passenden Klamotten in einer Boutique liegen gelassen hatte, bekam ich trotz des langen Wochenendes dazwischen zurück, vollständig. Und am Samstag habe ich mir Schuhe gekauft - kein Leder, keine Stiefel, aber sie passen!!!

Fußgängerzone
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]]>Die Macht des Wassers

So sieht ein richtiger Turi aus: Mit Regencape am Teufelsschlund, la garganta del diablo.

Was für ein Panorama! Vor diesem Hintergrund musste natürlich geposed werden.

Vor dem salto dos hermanas, Wasserfall "Zwei Schwestern"

Tiere des Urwalds, coatis und mariposas (Nasenbären und Schmetterlinge)

Drei rubias am Dreiländereck. Am letzten Tag "wanderten" wir noch zum Zusammenfluss von Iguazú und Paraná, an der Grenze von Paraguay, Brasilien und Argentinien.

Iguazú remains copyright of the author lilatina, a member of the travel community Travellerspoint.
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]]>Buena vista remains copyright of the author lilatina, a member of the travel community Travellerspoint.
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]]>Endlich haben wir auch den Dreh raus, wie die Heizung entfacht wird. Doch irgendwie geht sie manchmal einfach wieder aus. Wird Zeit, dass es Frühling wird in Argentinien...
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Die ersten Glückwünsche zum Geburtstag kamen schon um kurz nach 19 Uhr des 28.7. aus Deutschland. Dieses Jahr war ich meinem eigenen Geburtstag ja 5 Stunden hinterher...
In Córdoba wurde ich von meinen lieben Mitbewohnern Cathi und Sebas traditionsgemäß um Mitternacht mit einer leckeren Dulce de leche-Torte und einem que lo cumplas feliz Ständchen überrascht.

Auch am anderen Ende der Welt wurde gesungen: Der Essener Chor meldete sich über skype während mich die Egmonder fernmündlich hochleben ließen. Mein lieber Herr Gesangsverein! :-)
Für den Geburtstagsabend hatte ich ein paar Leute ins depto eingeladen, um auf das Viertel Jahrhundert mit Fernet, Gancia, Wein und Bier anzustoßen. Außerdem gab es ñoquis (man achte auf die Schreibweise!) mit zweierlei salsa und Salat.

Verhältnismäßig ruhig klang die Nacht dann mit ein paar Runden UNO aus. Obwohl wir am Ende nur noch zu fünft waren und friedlich Karten spielten, wäre fast noch die Polizei vorbeigekommen. Der Hausdrachen von Nachbarin hatte sich über den Lärm beschwert. Que conducta...
Un cuarto de siglo remains copyright of the author lilatina, a member of the travel community Travellerspoint.
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]]>Der Freundetag am 20. Juli wird in Südamerika - zumindest in Argentinien - ziemlich groß gefeiert. Die Geschäfte sind voll von thematischen Artikeln und Werbung wie vor Weihnachten. Selbst in der Schule feiern wir den Tag in Form einer vorgezogenen Party am Donnerstag. Damit das Ganze auch schön unterrichtsbezogen ist, entwerfen wir für die fiesta del día del amigo "sehr kreative" Plakate, um den argentinischen Imperativ zu üben. Festejá con tus amigos y conocé a otros...
Am Freitag erscheinen alle, auch unser Lehrer Federico, ziemlich verschlafen zum Unterricht. Nach ein bisschen Grammatik und Jenifer-Lopez-Song-Analyse tauschen wir unsere Geschenke aus, die jeder nach dem Wichtel-Verfahren für eine andere Person der Klasse besorgt hat. Ich bekomme von meiner amiga invisible aus Brasilien ein Buch eines argentinischen Autors und einen Alfajor, ein argentischer Mini-Schokoladenkuchen. Muy rico!
Für Samstag Nacht hatte ich mich mit Lisa, einer anderen deutschen Praktikantin, verabredet. Doch vorher fragte mich mein Mitbewohner Sebas, ob ich Lust hätte mit ihm und 3 Freundinnen Essen zu gehen. Claro que sí! Um 23:30 hatten wir endlich einen Tisch im Boca del Lobo, nachdem wir durch ganz Nueva Córdoba (Studentenviertel) gelaufen waren. Wegen día del amigo war so viel los, dass alles voll oder reserviert war. Die meisten Lokale, wo junge Leute essen gehen, sind übrigens eine Mischung aus Disko und Bar. Also essen bei ziemlich lauter Musik. Nach Pizza und einem Ganzia Fin del Mundo-Drink ging es dann gegen 01:30 weiter ins Mitre, eine bekannte boliche (Disko) in Córdoba, schließlich war ich erst um 2:30 mit Lisa im Pétalos del Sol verabredet.
Kaum dort angekommen, wurde ich auch schon direkt von den ersten Typen auf meine Größe angesprochen. Wie denn die Luft da oben sei? Leider wusste ich in dem Moment nicht, wie man "es riecht nach Zwergen" auf spanisch ausdrückt (wahrscheinlich "huele a nanos";-D), also sagte ich einfach nur: "Mejor que abajo" zu den kleinen Männern an der Bar.
Die Nacht entwickelte sich noch zu einer kleinen Irrfahrt durch Córdoba, weil auch die anderen Mädels die blöden Anmachen satt waren (wir waren 3 blonde Deutsche und eine Puerto Ricanerin). Die von Lisa vorgeschlagene Disko ohne Namen fanden wir natürlich nicht und so landeten wir am Schluss doch wieder im völlig überfüllten Mitre, wo ich ja vorher schon gewesen war. Da sich die anderen ziemlich schnell aus dem Staub machten, machte ich mich auf die Suche nach Sebas und seinen Freundinnen... Um 8 Uhr morgens fielen wir schließlich ins Bett und verschliefen fast den eigentlichen día del amigo.
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Und dann gings erstmal zum Restaurante Parrilla Aromas, lecker typisch argentinisches Fleisch vom Grill (asado) essen. Der Kellner bringt nach und nach verschiedene Stücke vom Rind und nimmt auch immer schön die Reste und Knochen herunter, damit man auf dem Holzbrett genug Platz zum Essen hat. Nach Steak, Kotelett, Rippe und Wurst, das alles noch einigermaßen bekannt aussah und auch sehr lecker schmeckte, wurden einem dann irgendwann etwas unbekanntere gegrillte Stücke gereicht. Es handelte sich um chinchulines, riñón und ganglio, Worte, die mir zu dem Zeitpunkt nichts sagten und ich also keinen Grund hatte, die Stücke nicht zu probieren. Während mir die ersten beiden (Dünndarm und Niere) nicht wirklich zusagten, erschien ganglio irgendwie noch am angenehmsten. Zum Glück erfuhr ich erst nachher, dass ich gegrillte Lymphknoten gegessen hatte. Hoffentlich sind meine nicht deshalb jetzt so angeschwollen...
Nach dem Essen ging es dann zum Landhaus, einem früheren Jesuitenkloster mit riesigem Grundstück, Hunden und Pferden. Der einzige Mann der Truppe machte leider als Gaucho keine gute Figur. Er fiel trotz jahrelanger Reiterfahrung vom Pferd (tat sich aber glücklicherweise nichts Ernstes). Der Tag, der schon so typisch argentinisch begonnen hatte, klang schließlich mit Mate-Tee in geselliger Runde aus.

Gegrillte Lymphknoten remains copyright of the author lilatina, a member of the travel community Travellerspoint.
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]]>(Sch)eis drauf remains copyright of the author lilatina, a member of the travel community Travellerspoint.
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]]>Am Retiro kaufte ich ein Ticket für den teuersten Bus (< 30 Euro) nach Córdoba, der nach 1,5 Stunden abfahren sollte. Also kaufte ich mir erstmal ein frisches Andenwasser und checkte das bano público. Um 22:05 Ortszeit ging die Fahrt pünktlich los. Diesmal saß ich ganz vorne im oberen Deck, also mit bestem Blick auf der Fahrt durchs dunkle Buenos Aires. Als ich gerade meinen Sitz zurückklappen wollte zum schlafen, kam der Azafata (Steward) und brachte erstmal noch Abendessen. Eigentlich hatte ich gar keinen richtigen Hunger, wir hatten ja vor dem Landeanflug auch noch lecker Essen bekommen. Und für meinen Körper war es nun ja auch schon 3 Uhr nachts. Aber wann kann die Lisa schonmal ein Essen zurückweisen? Das Stück Fleich mit Kartoffelbrei und Möhrensalat hatten keine Chance. Das Postre passte nun aber wirklich nicht mehr rein und wurde vorausschauend fürs Frühstück aufbewahrt. Danach wurde mehr schlecht als recht geschlafen in den eigentlich bequemen Leder-Liegen, neben schnarchenden Argentiniern.
Um kurz nach sechs gab es Frühstück, also so süßes Zeug und Kaffee, bevor wir planmäßig um 6:30 den Terminal de Omnibuses de Córdoba erreichten. Dort stieg ich dann direkt wieder ins Taxi zu meiner neuen Adresse. Die Fahrt sollte nur 8 Pesos kosten und der Fahrer zierte sich etwas meine Dollars anzunehmen. Mit 5 Dollar gab er sich dann aber doch einverstanden:-)
Und jetzt die Szene, die dann allerdings doch ein bisschen vom Resturlaub abweicht, aber eben nur ein bisschen : Ich steh also um 7 Uhr morgens im immer noch verschlafenen und stockdunklen Córdoba auf der Avenida Colon, no 845 und suche depto 16 D. Das Haupttor ist zum Glück offen und dahinter gibt es 2 riesige Torres. Beim Turm C/D steht zum Glück auch die Tür offen (da kommt man nämlich sonst nur mit Schlüssel rein). Es gibt einen kleinen Vorraum mit Pflanzen und 2 Sesseln und 2 Fahrstühle, von denen ich dann einen nach oben nehme. In dem Miniflur, wo ich ankomme gibt es nur zwei Türen: 16C und 16D. Ich klingel, aber anstatt der netten Bambergerin Keks (im Buch) macht mir niemand auf. Ich versuchs noch ein paar mal, aber dann fahre ich erstmal wieder runter, lasse den schweren Koffer aber oben. Versuche es auch unten an der Klingel nochmal: nichts. Die schlafen wohl noch alle. Ich weiß, dass Catherina um 9 bei COINED sein muss, deshalb hoffe ich mal, dass sie um 7:30 aufsteht. Ich setze mich erstmal in den kleinen Vorraum und schau den Putzmännern zu, die alles ganz ordentlich sauber machen und sogar das Klingelschild polieren. Eine halbe Stunde später wird mir tatsächlich geöffnet, Catherina ist ganz verschlafen, aber ihr Wecker hat auch gerade erst geklingelt. Und: Ursprünglich kommt sie aus Bamberg. Kann das jetzt noch ein Zufall sein? Bevor ich ins Bett husche, erlebe ich noch meinen ersten Sonnenaufgang in Argentinien, den man von unserem Wohnzimmer wunderbar sehen kann...

Mi primer día remains copyright of the author lilatina, a member of the travel community Travellerspoint.
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