Argentinien - Ein Wintermärchen ... bis ans Ende der Welt... tag:travellerspoint.com,2008-07-12:/blog/?domain=lilatina 2009-09-04T21:22:09Z lilatina img/travel-blog-feed.png Entre dos tierras tag:travellerspoint.com,2008-11-19:/blog/?domain=lilatina&thisblog_entryid=27&entryid=138154 2009-09-04T21:19:32Z 2008-11-19T22:18:23Z Und täglich grüßt das Murmeltier... Dieses Jahr war wirklich verrückt: Ich, das Sommerkind, musste ohne Sommer auskommen. Und immer wenn es irgendwo richtig warm wurde, flog ich einfach auf die entsprechend kältere Erdhalbkugel... Heute, am Tag des heiligen Milodon, scheint mir ein guter Tag fürs Rückblicken. Es fing ja alles im Januar an, genauer gesagt an Neujahr, als ich mich mit Freunden (erinnert ihr euch?) über gute Vorsätze für 2008 unterhielt. Weniger Wurst und Fleisch - und das aus meinem Mund ... Und täglich grüßt das Murmeltier... Dieses Jahr war wirklich verrückt: Ich, das Sommerkind, musste ohne Sommer auskommen. Und immer wenn es irgendwo richtig warm wurde, flog ich einfach auf die entsprechend kältere Erdhalbkugel...

Heute, am Tag des heiligen Milodon, scheint mir ein guter Tag fürs Rückblicken.

Es fing ja alles im Januar an, genauer gesagt an Neujahr, als ich mich mit Freunden (erinnert ihr euch?) über gute Vorsätze für 2008 unterhielt. Weniger Wurst und Fleisch - und das aus meinem Mund (in Worte geformt!). Doch schon wenige Monate später war klar, dass daraus nichts wurde, denn als Vegetarier hat man in Argentinien einen wirklich schlechten Stand. Naja, vom deutschen Frühling und Sommer bekam ich nicht so viel mit, war eben schwer mit meinem Master und meinem Fahrrad beschäftigt;-) Abschluss: Master of Disaster. Das einzige Sommertop, das ich noch in Bremen gekauft hatte, wurde nicht einmal getragen und musste leider zuhause bleiben. Im Koffer war schließlich kein Platz für so einen Schnick Schnack, es sollte ja in den argentinischen Winter gehen (danach könnte die Lufthansa übrigens auch mal ihre Übergepäckgebühren bemessen).
Ja und dann war ich da, und es herrschten 20 Grad. Naja, nicht die ganze Zeit über, aber dafür jeder Tag mit einem cielo celeste...
Was dann passierte, wisst ihr ja. Wenn ihr schön fleißig gelesen habt.
Und natürlich hatte der Roadmovie noch einen zweiten Teil (bzw. eigentlich ist er siebenteilig, jeder Film 60 Minuten), aber ich habe dann das Reisen und Genießen dem Reporten und Berichten vorgezogen

Ein den Erlebnissen und Eindrücken angemessenes resumen fällt mir auch jetzt noch schwer, auch wenn ich mittlerweile seit gut 2 Wochen wieder "zuhause" bin. Alemania-Argentina, acá y allá - ich fühle mich gerade eher zwischen zwei Welten. Und noch seltsamer wird es, wenn jetzt die Postkarte aus Ushuaia hier am WG-Kühlschrank klebt...

Gracias a todos por leer mi blog! Espero que les haya gustado...
Danke Euch allen fürs Lesen! Hoffe, es hat euch gefallen...

Hasta la próxima

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ROADMOVIE Teil I - Die Woche der Superlative tag:travellerspoint.com,2008-10-20:/blog/?domain=lilatina&thisblog_entryid=26&entryid=133921 2009-09-04T21:22:09Z 2008-10-21T00:09:55Z Die Woche in Kürze Mittwoch: Kurz hinter Carlos Paz Kondore zum Frühstück. Eine ziemlich große Schar dieser weltweit größten fliegenden Vögel ließen uns an den Flugstunden mit ihren Jungen teilhaben. Fahrt durch die Pampas cordobesas und San Juán: unendliche Weiten, 2 Stunden Schotterpiste (sch)nur geradeaus, Palmenwälder und Kakteenlandschaften. Abends Ankunft in Valle Fertil und Einzug in unsere Cabaña. Donnerstag: 150 km zum Parque nacional de Talampaya. Führung durch die bis zu 150 Meter hohen roten cañones (Flusstäl ... Die Woche in Kürze

Mittwoch:
Kurz hinter Carlos Paz Kondore zum Frühstück. Eine ziemlich große Schar dieser weltweit größten fliegenden Vögel ließen uns an den Flugstunden mit ihren Jungen teilhaben.
Fahrt durch die Pampas cordobesas und San Juán: unendliche Weiten, 2 Stunden Schotterpiste (sch)nur geradeaus, Palmenwälder und Kakteenlandschaften.
Abends Ankunft in Valle Fertil und Einzug in unsere Cabaña.

Donnerstag:
150 km zum Parque nacional de Talampaya. Führung durch die bis zu 150 Meter hohen roten cañones (Flusstäler). Felsformationen wie “Sagrada Familia”, “El Monje” y “La Tortuga”. Tiere in freier Wildbahn: loros (Papageienart) y guanacos (Lamas). Am Nachmittag weiter zum nächsten Nationalpark: Die Mondlandschaft des valle de la luna. Hier wurden die bisher ältesten Dinosaurier der Welt gefunden!!! Bei unserer geführten Tour suchte sich guía Fredi natürlich unseren Pickup aus, der dann die ganze Karawane anführen sollte. Die graue Tonlandschaft beeindruckte mit zerklüftetem, verkratertem Boden und durch Erosion gebildete Felsformationen wie „Submarino“ und „El hongo“.

Freitag:
Weiterfahrt nach Mendoza, über die berühmte Ruta cuarenta. Am Nachmittag Ankunft in der Weinhauptstadt, wo wir auch ziemlich bald das schöne Hotel „Montañas azules“ (Hotel der blöden Lehrer) fanden.

Samstag:
Spontan entschieden wir, doch noch einen Tag in der grünen Stadt zu bleiben. Während unseres Einkaufbummels über die Avenida de Las Heras machte uns der blühende Ahorn schwer zu schaffen. Und dann rückte uns auch noch Vera auf die Pelle (!). Am Nachmittag Besichtigung der schönen Plätze, die als Erdbebenfluchtpunkt angelegt worden waren. Für Abends hatten wir einen Tisch im angeblich besten Restaurants Argeniniens reseviert: 1884. M+P teilten sich das Bife gigante (eine ganze Rinderrippe).

Sonntag:
Südroute bis Uspallata, Puente de Inca und falscher Aconcagua. Der „echte“ hatte sich hinter anderen Felsformationen versteckt (außerdem kann man den höchsten Berg jenseits von Asien auch schon mal leicht übersehen, oder?). Redentor gesperrt, dafür aber Grenzerfahrung mit hohem Bürokratieaufwand. Schließlich Einreise nach Chile trotz visaloser Lisa. Drei Touristen mit dem Reisepass passierten eine Linie und erzählten sich was. Da kam die Polizei: Ja was ist denn das? Gaben uns dann doch den Laufepass...

Auf der anderen Seite der Anden erwartete uns eine völlig andere Landschaft: Das grüne Lummerland begleitete uns bis zur Hauptstadt. In ca. 2 Stunden machten wir uns während der Hotelsuche mit der Stadt vertraut und kamen zu dem Schluss: Santiago ist ein Dorf, die 6 Millionen Einwohner müssen woanders leben…

Montag:
Wenn eine Taxifahrt ins Zentrum 4500 chilenische Pesos kostet, wie viele Pesos bekomme ich dann für einen Euro? Das konnten uns leider auch die Banken nicht verraten…
Santiago im Schnelldurchlauf: Paseo Ahumada, Plaza de Armas, Cerro Santa Lucía, Bella Vista, Lapislazulihaus, cerro Cristobal, teléferico. Abendessen im tiefblauen Fischrestaurant “Azulprofundo”: Pisco sour (typisch chilenischer Aperitif) und sehr leckere mariscos y pescados!

Dienstag:
(Mal wieder) später als geplant verließen wir die Hauptstadt in Richtung Oceáno pacífico.. Nach der Fahrt durch den chilenischen Frühling (wo die Bauern noch mit Pferd und Joch sähen) gelangten wir am Abend ins kleine Küstendorf Peluhue. Bei Campomar schien uns Pirata, der Husky-Schäferhund-Mischling, schon erwartet zu haben. Kurz vor dem herrlich romantischen Sonnenuntergang am Meer bezogen wir unsere urgemütliche Cabaña, in der man den Ozean vom Bett aus betrachten konnte. Was will man Meer?
Die Chilenen (Grenz- und Zollbeamten, Polizei, Kellner) hatten bis dato nicht den besten Eindruck bei uns hinterlassen, umso herzlicher und freundlicher wurden wir von Catalina auf Campomar empfangen und fühlten uns sehr wohl. Auch als wir später noch etwas essen gehen wollten, öffnete die hostería pacífico extra für uns noch mal ihre Pforten (ok, den Ofen machten sie nicht extra noch mal an…)

Mittwoch:
Strandtag ohne Baden, aber mit Seelöwen Beobachten. Die Kaffepause mit „Omas Kuchen“ ging etwas in die Hose (7100 Pesos für 3 Stücke Kuchen, da konnte etwas nicht stimmen!). Diese Erfahrung machten dann aber die in der Abendsonne badenden Pelikane wieder gut ;-) Und natürlich der unglaublich kitschig schöne Sonnenuntergang am Meer…

Schon in der ersten Woche haben wir einiges gelernt:
Keine schlafenden Hunde wecken!
Papa ist auf den Hund gekommen.
In Peluhue ist der Hund verfroren.
Ungefähr achtHUNDert chilenische Pesos sind 1 Euro.

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Despedida de Córdoba - Lisa sin visa tag:travellerspoint.com,2008-10-20:/blog/?domain=lilatina&thisblog_entryid=25&entryid=133916 2008-10-20T23:52:18Z 2008-10-20T23:52:18Z Die letzten Tage in Córdoba vergingen leider viel zu schnell! Am 3. Oktober war mein letzter Arbeitstag bei COINED, wo ich von meinen Arbeitskollegen mit einem desayuno de despedida verabschiedet wurde. Gegen Mittag gingen wir deutschen Praktikanten mit unserem sehr sympathischen neuen Tutor Lucas zur Plaza San Martin, wo der deutsche Konsul zu einer Veranstaltung des deutschen Nationaltags geladen hatte. Nach der Fahnenzeremonie und den beiden Hymnen wurde dann von einem Schulchor „Es ist ein Ros entsprungen“ gesungen! Am Samstag ... Die letzten Tage in Córdoba vergingen leider viel zu schnell! Am 3. Oktober war mein letzter Arbeitstag bei COINED, wo ich von meinen Arbeitskollegen mit einem desayuno de despedida verabschiedet wurde. Gegen Mittag gingen wir deutschen Praktikanten mit unserem sehr sympathischen neuen Tutor Lucas zur Plaza San Martin, wo der deutsche Konsul zu einer Veranstaltung des deutschen Nationaltags geladen hatte. Nach der Fahnenzeremonie und den beiden Hymnen wurde dann von einem Schulchor „Es ist ein Ros entsprungen“ gesungen!

Am Samstag wurde dann gefeiert, und zwar Abschied. Leider sagten mir einige Leute noch kurz vorher spontan ab, dafür waren dann aber auch wenigstens fast nur Argentinier da! (Mira vos! Sí, hice amigos, Patricia!) Richtig lustig wurde es, als Sebast auf einmal von irgendwoher bunte Pappmasken hervorkramte, die dann jeder aufsetzen musste. Als unsere liebe Nachbarin dann damit drohte, wegen des Lärms die Polizei zu alarmieren, machten wir uns ziemlich bald auf den Weg ins Maderos, wo noch ausgiebig bis in die Morgenstunden weitergefeiert wurde ;-)

Am Montag musste ich dann endlich mal die Verlängerung meines Visums in Angriff nehmen, das am Dienstag ablaufen sollte. Zum zweiten Mal stand ich 1-2 Stunden in der Schlange, um dann zu erfahren, dass ich auch einfach an der Grenze beim Ausreisen eine „Strafe“ von 50 Pesos zahlen könnte, wenn das Visum nur 10 Tage überschritten würde. Deshalb war ich seit dem 8.10. eigentlich illegal im Lande unterwegs – Lisa ohne Visa.

Am Dienstag war es dann soweit: Nach ein bisschen Packen und Putzen nahm ich den Bus zum Flughafen, wo mich Mama und Papa schon erwarteten (meine Unpünktlich hatte sich in Argentinien natürlich noch drastisch verstärkt ;-)). Auf dem Parkplatz bekamen wir dann unseren Chevrolet S10 übergeben, der extra aus Mendoza gebracht worden war! Der Nachmittag war zur freien Verfügung: Friseurbesuch, kleiner Bummel durch Córdoba und Facturas essen auf der Plaza de la Intendencia. Abends fuhren mir mit dem Taxi Richtung paseo de las artes zum Nieta e la pancha, wo ich immer schon mal dinieren wollte. Sehr empfehlenswert: Das Zicklein (cabrito) mit Süßkartoffeln (batatas).

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Feliz cumple, Franziska! tag:travellerspoint.com,2008-09-28:/blog/?domain=lilatina&thisblog_entryid=24&entryid=130750 2008-09-29T03:18:48Z 2008-09-29T03:18:48Z Saludos del techo... [video provider=fliqz videoid=737194063cd843469c8cfaafc77118ec] ... Saludos del techo...

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El día de la primavera tag:travellerspoint.com,2008-09-23:/blog/?domain=lilatina&thisblog_entryid=23&entryid=130221 2008-09-23T21:48:51Z 2008-09-23T21:48:51Z Mit fünf Autos machten wir uns am Sonntag, 21.09., auf nach Alta Gracia, um den Frühling gebührend zu begrüßen (jühü!). Es handelte sich jedoch keineswegs um ein spontanes Treffen, wie man es von Argentiniern erwarten könnte. Dem Ausflug war nämlich eine tagelange Planung voraus gegangen;-) Jeder sollte schließlich 500 g Fleisch, zwei Getränke (mit und ohne Alkohol) und Besteck mitbringen. Hier die wichtigsten Zutaten für ein perfektes asado: Fleisch, Fernet, Coca Cola und Sa ... Mit fünf Autos machten wir uns am Sonntag, 21.09., auf nach Alta Gracia, um den Frühling gebührend zu begrüßen (jühü!).
Es handelte sich jedoch keineswegs um ein spontanes Treffen, wie man es von Argentiniern erwarten könnte. Dem Ausflug war nämlich eine tagelange Planung voraus gegangen;-) Jeder sollte schließlich 500 g Fleisch, zwei Getränke (mit und ohne Alkohol) und Besteck mitbringen. Hier die wichtigsten Zutaten für ein perfektes asado:

fleisch_fernet_coca.jpg
Fleisch, Fernet, Coca Cola und Salz!

Über die wichtigsten Regeln wurden alle vorher per Mail informiert:

Estimados despues de una mañana complicada puedo sumarme nuevamente al debate los puntos en concreto son:

1-llevar 500g de carne por persona (no discriminar al cerdo es bien recibido)
2-llevar el que tenga gusto exentricos como coca zero y/o magna, que la lleve
3-llevar un vino y/o coca comun por persona. para el fernet
4-llevar platos y cubiertos
5-llevar plata
7-el fernet si o si antes de salir sino nos van a fajar
11-los chinchulines tambien son buena onda
12-ni se les ocurra preguntar cuando recien se prende el fuego cuanto falta para comer
13-los quiero mucho

Numero 12 einzuhalten, war wirklich schwer: "Kommt nicht auf die Idee zu fragen, wenn gerade erst Feuer gemacht wurde, wie lange es noch dauert."

Doch das Warten lohnte sich. Seht selbst!

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Nach siesta in der Frühlingssonne, trinkt man Mate dann mit Wonne...

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Buenos Aires tag:travellerspoint.com,2008-09-20:/blog/?domain=lilatina&thisblog_entryid=22&entryid=129775 2008-09-23T20:53:31Z 2008-09-20T22:46:53Z Groß. Nass. Kalt. So empfing uns die Hauptstadt. Freitag Nacht war ich mit Arnika in Córdoba losgefahren, sodass wir am Samstag morgen in Buenos Aires ankamen. Trotz des sehr schlechten Wetters motivierten wir uns, ein bisschen durch die Stadt zu laufen, zumal unsere residencia auch ziemlich zentral in der calle Peru lag. Zuerst wollten wir Cristina einen Besuch in der casa rosada abstatten, doch die war gerade in Brasilien unterwegs. Die Plaza de Mayo, bekannt durch die madres, die jeden ... Groß. Nass. Kalt. So empfing uns die Hauptstadt. Freitag Nacht war ich mit Arnika in Córdoba losgefahren, sodass wir am Samstag morgen in Buenos Aires ankamen. Trotz des sehr schlechten Wetters motivierten wir uns, ein bisschen durch die Stadt zu laufen, zumal unsere residencia auch ziemlich zentral in der calle Peru lag. Zuerst wollten wir Cristina einen Besuch in der casa rosada abstatten, doch die war gerade in Brasilien unterwegs. Die Plaza de Mayo, bekannt durch die madres, die jeden Donnerstag an die desaparecidos erinnern, wirkte auf uns viel kleiner als erwartet. Sowieso erschien uns die gesamte Stadt wie ausgestorben, kaum Autos auf den Straßen - Wochenende in BsAs.

Den verregneten Samstag nutzten wir also um das museo de la inmigración zu besuchen. Im sogenannten hotel de los inmigrantes, nah am Hafen gelegen, können die Argentinier heute die Spuren ihrer Vorfahren verfolgen. In dem Haus, in dem bis in die 1950er Jahre Immigranten untergebracht waren, sind auch Originaldokumente ausgestellt, z.B. eine Einwanderungsbescheinigung eines gewissen Heinrichs aus Bremen;-)

Hier nun ein paar Bilder von Buenos Aires (Könnt ihr euch am besten auch in größer angucken: http://www.travellerspoint.com/photos/gallery/users/lilatina/)

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Links: Die 9 de Julio, angeblich breiteste Straße der Welt...
Mitte: Subte, eine Attraktion der Hauptstadt, auf die selbst Argentinier abfahren.
Rechts: Busse werben fürs Laufen, und das gerade in Buenos Aires!

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Panchos und Palomas auf der Plaza de Mayo. Im Hintergrund die Casa Rosada.

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La Boca: Buntes Touristenviertel, Tango und Trickdiebe

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Einer der unzähligen Fußballfans in Argentinien

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Blick auf den Obelisken bei Nacht

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Der Obelisk auf der avenida 9 de Julio, el cabildo (das frühere Rathaus) und Puerto Madero, der neue Hafen

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Der Schreibtisch in unserer residencia: Che, Mate und ein Computer mit ohne Internet. Gehts noch typischer?

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Lluvia!!! tag:travellerspoint.com,2008-09-20:/blog/?domain=lilatina&thisblog_entryid=18&entryid=129619 2008-09-20T20:08:40Z 2008-09-20T20:08:40Z '''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''' Regen. Eine völlig neue Erfahrung für mich in Córdoba, denn gestern hat es das erste Mal geregnet, seit ich hier bin. Und angeblich gab es in der Region seit 6 Monaten nicht einen Tropfen Wasser. Gut, Winter bedeutet hier Trockenzeit, aber es war ja auch verdammt heiß teilweise (ganz im Gegensatz zum letzten Jahr, als es sogar Sch ... ''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''

Regen. Eine völlig neue Erfahrung für mich in Córdoba, denn gestern hat es das erste Mal geregnet, seit ich hier bin. Und angeblich gab es in der Region seit 6 Monaten nicht einen Tropfen Wasser. Gut, Winter bedeutet hier Trockenzeit, aber es war ja auch verdammt heiß teilweise (ganz im Gegensatz zum letzten Jahr, als es sogar Schnee gab).
Die paar cuadras von unserer Wohnung zur Arbeit lege ich normalerweise in 5 Minuten zurück, doch gestern war es ein echter Kampf. Während sich die Natur über die lang ersehnte Erfrischung freute, war das Abwassersystem mit den Wassermassen total überfordert. Die Straßen verwandelten sich in Bäche und als Fußgänger musste man auf den schmalen Bürgersteigen höllisch aufpassen, dass die Autos und Busse, die mit ihrer normalen Geschwindigkeit durch das Wasser bretterten, einen nicht völlig im Regen stehen ließen. Ich passte immer genau ab, wann die Autos rot hatten und zum Stehen kamen, um dann schnell zur nächsten Ecke vorzulaufen. Dort rettete ich mich auf die Stufen der Hauseingänge, denn wenn der Verkehr wieder floss, schwappte das Wasser komplett über die Bürgersteige. Ein Regenschirm tat es auch nicht wirklich, denn man wurde eher von unten als von oben eingenässt.
Im Büro war der Regentag natürlich DAS Gesprächsthema ("Hacía falta esta lluvia"). Ich musste ausgerechnet an diesem Tag mehrere Male zwischen Büro und Schule pendeln, die eigentlich um die Ecke liegt. Jedes Mal kam ich mit pitsch nassen Füßen an. Doch Augusto, mein Chef, duldete keine Klagen: "Esto también es parte de tu experiencia intercultural", me dijo con una sonrisa. - "Das gehört auch zu deiner interkulturellen Erfahrung", sagte er mit einem Lächeln.

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La Vela Puerca, La Cumbrecita y La Villa General Belgrano tag:travellerspoint.com,2008-09-19:/blog/?domain=lilatina&thisblog_entryid=17&entryid=129607 2008-09-20T00:16:50Z 2008-09-20T00:16:50Z Seit mehreren Wochen bin ich nicht dazu gekommen, zu schreiben (liest meine Artikel überhaupt auch irgendwer?), doch das bedeutet nicht, dass ich nichts erlebt hätte... Vor zwei Wochen war ich beispielsweise endlich mal in la capital federal. Der Artikel zu Buenos Aires folgt hier irgendwann ganz bestimmt... Jetzt aber erstmal zum letzten Wochenende, für das ich mir eigentlich nichts vorgenommen hatte. Aber es kommt ja 1. immer anders und 2. als man denkt ;-) Am Donnerstag Abend beim Sport fragte mich Verena, ... Seit mehreren Wochen bin ich nicht dazu gekommen, zu schreiben (liest meine Artikel überhaupt auch irgendwer?), doch das bedeutet nicht, dass ich nichts erlebt hätte... Vor zwei Wochen war ich beispielsweise endlich mal in la capital federal. Der Artikel zu Buenos Aires folgt hier irgendwann ganz bestimmt...
Jetzt aber erstmal zum letzten Wochenende, für das ich mir eigentlich nichts vorgenommen hatte. Aber es kommt ja 1. immer anders und 2. als man denkt ;-)
Am Donnerstag Abend beim Sport fragte mich Verena, eine neue deutsche Praktikantin bei COINED, ob ich nicht Lust hätte, am Freitag mit ihr und einigen Freunden, zum Vela Puerca Konzert zu gehen. Da überlegt man dann ja nicht lang, wenn Die schon mal in Córdoba auftreten und die entradas auch nur 35 Pesos kosten. Mit dabei waren auch Manu und Vico dabei, zwei Argentinier, die im letzten Jahr in Deutschland zur Schule gegangen sind. Das beste war, dass Manu in Oberhausen gewohnt hat und sich richtig schön die Sprache des Potts angeeignet hat, weisse! Endlich ma einer, der vom Ruhrgebiet begeistert ist! Aber sowat von! Zwei Stunden nach eigentlichem Beginn betraten La Vela dann die Bühne und ab gings. Man musste einfach im Rhythmus mithüpfen, sonst hatte mein keine Chance. Nicht dass ich schon auf so vielen Konzerten war, aber bei solchen Veranstaltungen merkt man echt einen Unterschied zwischen Deutschland und Südamerika.
Sehr deutsch ging es dann am Samstag weiter. Ich hatte mich mit Christian aus Kölle, den ich in der Woche vorher bei Empanada-Enzo kennengelernt hatte, zu einem Trip in die Provinz verabredet: Zuerst gings nach La Cumbrecita, ein kleines Dorf in den Bergen, in dem sich viele Deutsche, Österreicher und Schweizer niedergelassen haben. Die Häuser und Namen der Restaurants und Hotels erinnerten mich sofort an Skiurlaub. Vor allem die Inneneinrichtung (Holzstühle mit Herz und weiß-rote Tischdecken), das Essen (Apfelstrudel und Schwarzwälder Kirschtorte) weckten Heimatgefühle.

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Für die Nacht hatten wir uns im Hotel La Cumbrecita eingemietet, wo wir auch zu Abend aßen: Die etwas verschrobene Kellnerin servierte uns Porree-Schinken-Röllchen, Suppe, Gulasch mit Spätzle und ein Schokoladen-postre. Und zum Frühstück gab es sogar Käse, Schinken und dunkles Brot. Schön gestärkt wanderten wir dann am Sonntag vorbei an der Pension Elsbeth und dem "Forellenteich" hinauf zu einem kleinen Wasserfall. Im Vergleich zu den cataratas de Iguazú war dieser zwar ein Reinfall (jeje), aber dafür gab es hier mehr condoritos als in der quebrada (in der wenige Tage nach unserem sonnigen Ausflug übrigens Schnee gefallen war).

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Am Sonntag Nachmittag ging es dann weiter nach Villa General Belgrano. Für die 36 Kilometer brauchte der Bus knapp 2 Stunden, da es auf der Strecke nicht wirklich eine Straße gibt und es immer wieder auf und ab geht. Villa General Belgrano, das Klein-Süddeutschland Argentinies, kam mir vor wie ein Freizeitpark. Überall Holzhäuser mit deutschen Namen, Touristenshops mit deutsch sprechenden Verkäufern und eine Bäckerei mit Kölner Spezialitäten. Bald findet dort auch die alljährliche fiesta de la cerveza (zu deutsch: Oktoberfest) statt.

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Mal wieder kehrten wir in einem "typisch" deutschen Restaurant ein, wo ich eine Knackwurst mit Sauerkraut bestellte. Vor unserer Rückfahrt hatten wir noch etwas Zeit für einen kleinen Stadtbummel. Zum Glück machte ich noch die panadería Rein ausfindig, die mir von anderen Deutschen in Córdoba empfohlen worden war. Von dem Graubrot und dem Vollkornbrot zehre ich heute noch ;-)

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Quemada en la quebrada tag:travellerspoint.com,2008-09-02:/blog/?domain=lilatina&thisblog_entryid=16&entryid=126670 2008-09-05T01:32:17Z 2008-09-02T20:29:27Z Auf dem Rücken Pataluscos in La Cumbre hatte ich mich wohl zu früh gefreut! Die Sierras können nämlich nicht überall so bequem erkundet werden. Bis zum Eingang des Nationalparks quebrada del condorito gelangten wir zwar noch mit dem Auto, doch von da an musste gelaufen werden. Diesmal war ich mit meiner Mitbewohnerin und einigen argentinischen Arbeitskolleginnen unterwegs, die sich als absolute Wanderprofis entpuppten. Dem für Argentinier eigentlich untypischen Tempo konnten wir beiden wenig wandererprobten Deutschen nicht Stand halten und fielen ... Auf dem Rücken Pataluscos in La Cumbre hatte ich mich wohl zu früh gefreut! Die Sierras können nämlich nicht überall so bequem erkundet werden. Bis zum Eingang des Nationalparks quebrada del condorito gelangten wir zwar noch mit dem Auto, doch von da an musste gelaufen werden. Diesmal war ich mit meiner Mitbewohnerin und einigen argentinischen Arbeitskolleginnen unterwegs, die sich als absolute Wanderprofis entpuppten. Dem für Argentinier eigentlich untypischen Tempo konnten wir beiden wenig wandererprobten Deutschen nicht Stand halten und fielen schnell zurück. Der "Weg" führte uns durch unberührte Natur, über Hügel und durch Täler und hatte im wahrsten Sinne einen atemberaubenden Ausblick zu bieten.

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Wieder mal vom blauen Team...

Unsere Wanderung begann so ziemlich genau am Mittag, an einem wirklich heißen Sonntag. Ziemlich unvorbereitet waren wir der Sonne ausgesetzt und mussten erstmal 2,5 Stunden laufen bis wir zum balcón gelangten. Von dieser naturgeformten Aussichtsplattform aus hat man einen einmaligen Blick auf die quebrada. Diese Schlucht, die aus fast vertikalen Felswänden gebildet wird, ist die Heimat der Kondore. Nach einer Verschnaufspause mit Sandwichs konnten wir schließlich auch ein paar kreisende Kondore in der Ferne beobachten.

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El Condor pasa (aber mit der Kamera ziemlich schwer zu erwischen)

Ziemlich bald machten wir uns dann schon wieder auf den Rückweg, noch einmal zweieinhalb Stunden die gleiche Strecke zurück! Cathi und ich (wir waren mal wieder viel langsamer als die anderen) bekamen schnell die Auswirkungen der Sonne auf unserer weißen Haut zu spüren. Nach dem letzten Schluck Wasser und einem Apfel, den wir noch übrig hatten, erschien uns der Weg noch länger als vorher. Wir malten uns schon aus, wie wir - völlig erschöpft - eine leichte Beute für die dort lebenden Pumas wären...
Dem Durst und der Sonne ausgesetzt hatten wir eine Fatamorgana und sahen einen See in der völlig trockenen Landschaft. Doch plötzlich spiegelte sich die Sonne wirklich in einem kleinen Fluss: Agua agua!!! Ohne lange zu überlegen füllten wir unsere leeren Plastikflaschen mit dem kristallklaren Wasser. Was für eine Wohltat! Die letzten Kilometer fielen dadurch leider nicht viel leichter: Es ging nämlich alles bergauf.

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Wieder am Parkplatz angekommen (die anderen hatten schon 40 Minuten auf uns gewartet) stellten wir fest, dass wir ziemlich verbrannt (quemadas) waren. Am nächsten Tag im Büro war das dann auch Gesprächthema Nummer eins, da man fast alle Teilnehmerinnen der Quebrada-Wanderung an ihrem roten Ausschnitt erkennen konnte.

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Cabalgata en La Cumbre tag:travellerspoint.com,2008-09-02:/blog/?domain=lilatina&thisblog_entryid=15&entryid=126389 2008-09-02T20:36:42Z 2008-09-02T20:25:15Z Zu viel Wind erwartete Arnika und mich in den Sierras, als wir am Samstag Morgen nach ca. 2 Stunden Busfahrt in La Cumbre ankamen. Unser Traum vom Fliegen erfüllte sich leider nicht, da die Profi-Paraglider, mit denen wir eigentlich einen Tandemsprung vorgehabt hatten, selbst am Boden blieben. Da parapente nun hinfällig war, mussten wir uns ein alternatives Fortbewegungsmittel suchen, um die Gegend erkunden zu können. Im Gegensatz zu den Autos stellten Gaucho und ... Zu viel Wind erwartete Arnika und mich in den Sierras, als wir am Samstag Morgen nach ca. 2 Stunden Busfahrt in La Cumbre ankamen. Unser Traum vom Fliegen erfüllte sich leider nicht, da die Profi-Paraglider, mit denen wir eigentlich einen Tandemsprung vorgehabt hatten, selbst am Boden blieben. Da parapente nun hinfällig war, mussten wir uns ein alternatives Fortbewegungsmittel suchen, um die Gegend erkunden zu können. Im Gegensatz zu den Autos

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stellten Gaucho und Patalusco die idelaen Weggefährten dar.

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Bevor wir aber die Hufe schwangen, statteten wir noch dem über La Cumbre trohnenden Cristo einen Besuch auf seinem Berg ab und hielten eine kurze siesta.

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Wieder unten angekommen, machten wir uns schließlich gemeinsam mit unserem guía Daniel und den drei caballos auf den Weg in die Sierras...

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Dieser Weg war kein leichter, dieser Weg war steinig und schwer! Wie froh war ich unterwegs, dass wir die steilen Hügel nicht selbst zufuß erklimmen mussten (das erwartete uns ja dann genau einen Tag später: http://lilatina.travellerspoint.com/16/)
Trotz mancher Schwierigkeiten, den Halt im Sattel nicht zu verlieren, konnten wir die Landschaft und Aussicht richtig genießen! Doch nach 3 Stunden cabalgata über Stock und Stein waren dann auch nicht nur die Pferde platt. Während sich Gaucho und Patalusco schön zur Entspannung im Dreck wälzten, nutzen wir die Gelegenheit, um noch ein paar typisch argentinische Eindrücke festzuhalten:

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Cita a ciegas tag:travellerspoint.com,2008-09-02:/blog/?domain=lilatina&thisblog_entryid=14&entryid=126388 2008-09-23T20:20:50Z 2008-09-02T19:52:25Z Independencia Einntausendirgendwas, Nueva Córdoba: Enzo hatte seine Wohnung für das erste Treffen der austauschinteressierten Mitglieder von "Córdoba-corazon de mi país" vorgeschlagen. Was einst als Slogan für Wahlwerbung in Córdoba funktionierte, ist heute der Name einer Gruppe im guten alten StudiVZ, wo ich mich mit Arnika, einer Deutschen und Enzo und Manu aus Argentiniern verabredet hatte - zu einer Art blind date. Enzo servierte uns Mate (mit Kaffee) und facturas, während er immer wieder zum CD-Player lief, um uns seine deutsche ... Independencia Einntausendirgendwas, Nueva Córdoba: Enzo hatte seine Wohnung für das erste Treffen der austauschinteressierten Mitglieder von "Córdoba-corazon de mi país" vorgeschlagen. Was einst als Slogan für Wahlwerbung in Córdoba funktionierte, ist heute der Name einer Gruppe im guten alten StudiVZ, wo ich mich mit Arnika, einer Deutschen und Enzo und Manu aus Argentiniern verabredet hatte - zu einer Art blind date. Enzo servierte uns Mate (mit Kaffee) und facturas, während er immer wieder zum CD-Player lief, um uns seine deutschen Lieblingsschlager vorzuspielen. Du bist so heiß wie ein Vulkan! Vor ein paar Jahren hat er in Schwaben ein FSJ gemacht und ist dabei wohl auf den Geschmack gekommen. Jetzt arbeitet er in Córdoba als Kellner in einer etwas edleren Restaurantkette, weil er als Lehrer - was er eigentlich gelernt und studiert hat - nur ungefähr ein Drittel verdient...
Später kam dann Manu, der vor einiger Zeit in Dresden studiert hatte. Obwohl die beiden ziemlich gut deutsch konnten, redeten wir die meiste Zeit auf Spanisch. Als Enzo schließlich zum Arbeiten musste, gingen wir noch zu dritt in die Bar Berlin, um das deutsch-argentinische Treffen perfekt zu machen. Bei einem kühlen Warsteiner diskutierten wir kulturelle Unterschiede (z.B. Grillen vers. asado) und ich erfuhr so einiges über die argentinische Geschichte und die Sichtweise der Argentinier auf die Welt. Schließlich kam noch ein argentinischer Freund von Arnika, der ebenfalls in Deutschland (Esslingen) gelebt hatte. Wie so oft kannten sich die anderen drei eigentlich schon über ein paar Ecken (Stammtisch Goetheinstitut). Als wir die Bar verließen, stellten wir zu unserer Begeisterung fest, dass man im Berlin sogar Haribo und Vollkornbrot käuflich erwerben kann. Außerdem wird sogar "deutsches" Frühstück angeboten, welches ich bestimmt noch mal irgendwann probieren werde...

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censo tag:travellerspoint.com,2008-08-28:/blog/?domain=lilatina&thisblog_entryid=13&entryid=126128 2008-08-29T02:20:49Z 2008-08-29T02:20:49Z Am Dienstag Abend hatten wir (zum ersten Mal die komplette WG) das unerwartete Sommerwetter (ca. 30 Grad) genutzt, um uns bei gefühlten 23 Grad (um 23 Uhr) leckere picadas an der cañada zu gönnen. Die Bars und Restaurants waren aber nicht nur wegen des guten Wetters überfüllt, sondern auch weil am Mittwoch mal wieder "Feiertag" in Córdoba war. Der censo stand an, die Volkszählung in der Provinz Córdoba. Alle mussten zuhause bleiben bis die cencistas vorbeigekommen waren und ... Am Dienstag Abend hatten wir (zum ersten Mal die komplette WG) das unerwartete Sommerwetter (ca. 30 Grad) genutzt, um uns bei gefühlten 23 Grad (um 23 Uhr) leckere picadas an der cañada zu gönnen. Die Bars und Restaurants waren aber nicht nur wegen des guten Wetters überfüllt, sondern auch weil am Mittwoch mal wieder "Feiertag" in Córdoba war. Der censo stand an, die Volkszählung in der Provinz Córdoba. Alle mussten zuhause bleiben bis die cencistas vorbeigekommen waren und ihre seltsamen Fragen gestellt hatten (unter anderem: "Aus welchem Material ist Ihre Wohnung?"). Das sonst so lebendige Córdoba war wie ausgestorben und noch nicht mal disco oder quioscos hatten geöffnet. Über den verfrühten Frühlingsanfang hatten wir uns aber leider zu früh gefreut, denn am Mittwoch sanken die Temperaturen wieder drastisch auf 17 Grad. Deshalb fiel es uns auch nicht ganz so schwer, den Tag im Haus zu verbringen. Glücklicherweise öffneten am Abend die Kinos wieder ihre Türen, sodass wir uns, eingedeckt mit einer Doppelportion panchos (Hot Dogs), im cinerama eine schöne argentinische Komödie ansehen konnten: "Un novio para mi mujer"...

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cuarenta y uno? tag:travellerspoint.com,2008-08-28:/blog/?domain=lilatina&thisblog_entryid=12&entryid=125728 2008-08-29T02:27:12Z 2008-08-29T02:18:04Z Seit ich mich hier in Córdoba einigermaßen eingelebt habe, erscheinen mir die meisten Dinge einfach zu banal und kaum bloggenswert. Aber das liegt wahrscheinlich an der Sichtweise und so habe ich mich entschieden, einfach ein paar Alltagsanekdoten zu erzählen. Am Montag hat meine 3. Woche im Ergo Club, einem kleinen Fitness Center um die Ecke begonnen. Wie gesagt, aufgrund der ganzen Leckereien wie alfajores, facturas, criollos, empanadas, oreos, tutucas (eine Art Popcorn) und natürlich den ganzen gaseosas wie Coca, Pepsi ... Seit ich mich hier in Córdoba einigermaßen eingelebt habe, erscheinen mir die meisten Dinge einfach zu banal und kaum bloggenswert. Aber das liegt wahrscheinlich an der Sichtweise und so habe ich mich entschieden, einfach ein paar Alltagsanekdoten zu erzählen.

Am Montag hat meine 3. Woche im Ergo Club, einem kleinen Fitness Center um die Ecke begonnen. Wie gesagt, aufgrund der ganzen Leckereien wie alfajores, facturas, criollos, empanadas, oreos, tutucas (eine Art Popcorn) und natürlich den ganzen gaseosas wie Coca, Pepsi usw. (Coca light ist hier irgendwie ziemlich verpönt) muss jetzt mal abgespeckt werden. Mitglied im Club zu werden war wesentlich einfacher als eine geeignete Sporthose zu bekommen, die ich natürlich nicht aus Deutschland mitgebracht hatte. In meiner "Not" bin ich auf eine Schlabber-Schlafanzughose ausgewichen, die ich vielleicht sogar auch so auf der Straße anziehen könnte (gibt es diesen häßlichen Schlabberlook auch in Europa?). Eine Woche später habe ich dann in einem kleinen Geschäft bei uns um die Ecke eine "echte" Jogginghose entdeckt, die in XL sogar etwas länger als 3/4 war. Für 30 Pesos ein echtes Schnäppchen, dachte ich mir, und außerdem steht an der Seite so was wie Dizy Lizy drauf. Schade nur, dass sie dann direkt bei der ersten Übung an der unvorteilhaftesten Stelle gerissen ist...
Auch ansonsten gestaltet sich das Klamotten shoppen hier für mich nicht besonders einfach: Ich habe bestimmt insgesamt schon an die 40 Oberteile anprobiert. Wie praktisch, dass es in den meisten Geschäften auch immer nur eine Größe gibt! Von schönen Leder-Stiefeln ganz zu schweigen! Nachdem ich fast 2 Wochen lang alle zapaterías abgeklappert und vergebens Größe 41 verlangt hatte, änderte ich meine Strategie und verlangte einfach Größe 40. Nun muss man aber wissen, dass es 1. nur 10 % der schönen Schuhe und Stiefel in der gigantischen Größe 40 gibt und dass 2. Argentinier einfach nur gerne so tun, als könnten sie einem weiterhelfen anstatt gleich mit der Wahrheit rauszurücken. So quetschte ich meine armen Füße schon mehrfach in 38er und 39er Stiefelchen.
Um so erstaunter war ich dann, als meine Pechsträhne ein Ende zu haben schien. Meine gerissene Sporthose wurde ordentlich genäht und verstärkt und hält bis heute. Dem Verkäufer laufe ich ab und zu über den Weg und er fragt mich dann immer nach meinem Befinden und dem der Hose;-) Selbst meine Einkaufstüte voller Kosmetika von Farma City, die ich aus lauter Frust über die nicht passenden Klamotten in einer Boutique liegen gelassen hatte, bekam ich trotz des langen Wochenendes dazwischen zurück, vollständig. Und am Samstag habe ich mir Schuhe gekauft - kein Leder, keine Stiefel, aber sie passen!!!

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Fußgängerzone

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Iguazú tag:travellerspoint.com,2008-08-16:/blog/?domain=lilatina&thisblog_entryid=11&entryid=124404 2008-08-16T14:50:45Z 2008-08-16T14:50:45Z Nach 22 Stunden Busfahrt, die uns die nette azafata von Expreso Singer durch Wein und Champagner erträglich machte (:-)), kamen wir am Freitag, den 8.8.08, in Puerto Iguazú an. Es erwartete uns ein völlig anderes Klima als in Córdoba, was wir ca. 1500 Kilometer südlich hinter uns gelassen hatten. Am Samstag machten wir uns auf zu den cataratas, den berühmten Wasserfällen von Iguazú. Mit viel Text wird man diesem Naturwunder nicht gerecht, daher jetzt ein paar Fotos. Die Macht des Wassers [img=http://www.travellerspoint.com/photos/161312/4cat ... Nach 22 Stunden Busfahrt, die uns die nette azafata von Expreso Singer durch Wein und Champagner erträglich machte (:-)), kamen wir am Freitag, den 8.8.08, in Puerto Iguazú an. Es erwartete uns ein völlig anderes Klima als in Córdoba, was wir ca. 1500 Kilometer südlich hinter uns gelassen hatten. Am Samstag machten wir uns auf zu den cataratas, den berühmten Wasserfällen von Iguazú. Mit viel Text wird man diesem Naturwunder nicht gerecht, daher jetzt ein paar Fotos.

Die Macht des Wassers

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So sieht ein richtiger Turi aus: Mit Regencape am Teufelsschlund, la garganta del diablo.

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Was für ein Panorama! Vor diesem Hintergrund musste natürlich geposed werden.

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Vor dem salto dos hermanas, Wasserfall "Zwei Schwestern"

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Tiere des Urwalds, coatis und mariposas (Nasenbären und Schmetterlinge)

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Drei rubias am Dreiländereck. Am letzten Tag "wanderten" wir noch zum Zusammenfluss von Iguazú und Paraná, an der Grenze von Paraguay, Brasilien und Argentinien.

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Buena vista tag:travellerspoint.com,2008-08-03:/blog/?domain=lilatina&thisblog_entryid=9&entryid=122664 2008-08-04T05:14:18Z 2008-08-04T05:14:18Z [video provider=fliqz videoid=ed5510e9d67f4a3c8cd6c93f5b7896be] ...

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La vuelta del invierno tag:travellerspoint.com,2008-08-03:/blog/?domain=lilatina&thisblog_entryid=7&entryid=121097 2008-08-04T03:24:58Z 2008-08-04T03:24:58Z ... hat mich nun auch dazu veranlasst, meine Winterjacke aus dem kleinen Kleiderschrank hervorzukramen. Zwar ist es nicht wirklich eisig kalt (Handschuhe, wie sie viele ArgentinierInnen tragen, finde ich etwas übertrieben), aber es ist schon frisch geworden. Wie auch in meiner ersten WG in Bremen habe ich mal wieder das große Los gezogen und wohne in dem Zimmer mit defektem Fenster. Die kleine (Balkon-) Tür in meinem cuarto kann man zwar schließen, doch da in dem Raum dahinter ein Fenster ... ... hat mich nun auch dazu veranlasst, meine Winterjacke aus dem kleinen Kleiderschrank hervorzukramen. Zwar ist es nicht wirklich eisig kalt (Handschuhe, wie sie viele ArgentinierInnen tragen, finde ich etwas übertrieben), aber es ist schon frisch geworden. Wie auch in meiner ersten WG in Bremen habe ich mal wieder das große Los gezogen und wohne in dem Zimmer mit defektem Fenster. Die kleine (Balkon-) Tür in meinem cuarto kann man zwar schließen, doch da in dem Raum dahinter ein Fenster kaputt ist, zieht es ordentlich, wenn hier oben im 16. Stock mal ein Windchen weht. Schon mehre Male hat Sebas beim Fenstermacher angerufen, der die Fläche wohl auch schon ausgemessen hat, aber irgendwie nicht dazu kommt, eine Scheibe einzusetzen. Letzens, es war so gegen 00:30 (!) - ich wollte gerade ins Bett gehen - kam er dann nochmal vorbei, um auszumessen, da er die Maße wohl mittlerweile vergessen hatte. Schon ein bisschen argentinisch, Handwerker um Mitternacht.

Endlich haben wir auch den Dreh raus, wie die Heizung entfacht wird. Doch irgendwie geht sie manchmal einfach wieder aus. Wird Zeit, dass es Frühling wird in Argentinien...

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Un cuarto de siglo tag:travellerspoint.com,2008-08-02:/blog/?domain=lilatina&thisblog_entryid=8&entryid=122456 2008-08-02T17:58:35Z 2008-08-02T17:58:35Z Die ersten Glückwünsche zum Geburtstag kamen schon um kurz nach 19 Uhr des 28.7. aus Deutschland. Dieses Jahr war ich meinem eigenen Geburtstag ja 5 Stunden hinterher... In Córdoba wurde ich von meinen lieben Mitbewohnern Cathi und Sebas traditionsgemäß um Mitternacht mit einer leckeren Dulce de leche-Torte und einem que lo cumplas feliz Ständchen überrascht. Auch am anderen Ende der Welt wurde ge ... DSCN6434.jpg

Die ersten Glückwünsche zum Geburtstag kamen schon um kurz nach 19 Uhr des 28.7. aus Deutschland. Dieses Jahr war ich meinem eigenen Geburtstag ja 5 Stunden hinterher...
In Córdoba wurde ich von meinen lieben Mitbewohnern Cathi und Sebas traditionsgemäß um Mitternacht mit einer leckeren Dulce de leche-Torte und einem que lo cumplas feliz Ständchen überrascht.

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Auch am anderen Ende der Welt wurde gesungen: Der Essener Chor meldete sich über skype während mich die Egmonder fernmündlich hochleben ließen. Mein lieber Herr Gesangsverein! :-)

Für den Geburtstagsabend hatte ich ein paar Leute ins depto eingeladen, um auf das Viertel Jahrhundert mit Fernet, Gancia, Wein und Bier anzustoßen. Außerdem gab es ñoquis (man achte auf die Schreibweise!) mit zweierlei salsa und Salat.

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Verhältnismäßig ruhig klang die Nacht dann mit ein paar Runden UNO aus. Obwohl wir am Ende nur noch zu fünft waren und friedlich Karten spielten, wäre fast noch die Polizei vorbeigekommen. Der Hausdrachen von Nachbarin hatte sich über den Lärm beschwert. Que conducta...

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Día del amigo tag:travellerspoint.com,2008-07-20:/blog/?domain=lilatina&thisblog_entryid=6&entryid=120343 2008-07-21T00:21:47Z 2008-07-21T00:16:53Z Mittlerweile habe ich schon einige Disco-Besuche hinter mir. Allerdings: Disco heißt die hiesige Supermarktkette, deren Filialen man hier an jeder Ecke findet. Am Samstag bin ich also mal wieder bei Disco und gegutachte gerade die verschiedenen Sorten von Quilmes-Bier, da wird mir an einer Art Promotion-Stand ein Glas Fernet mit Coca Cola auf Eis angeboten, welches hier eins der Nationalgetränke ist. Nach der angenehmen Erfrischung kann ich der netten Verkäuferin dann auch nicht abschlagen, eine Flasche Fernet und eine Coca ... Mittlerweile habe ich schon einige Disco-Besuche hinter mir. Allerdings: Disco heißt die hiesige Supermarktkette, deren Filialen man hier an jeder Ecke findet. Am Samstag bin ich also mal wieder bei Disco und gegutachte gerade die verschiedenen Sorten von Quilmes-Bier, da wird mir an einer Art Promotion-Stand ein Glas Fernet mit Coca Cola auf Eis angeboten, welches hier eins der Nationalgetränke ist. Nach der angenehmen Erfrischung kann ich der netten Verkäuferin dann auch nicht abschlagen, eine Flasche Fernet und eine Coca zu kaufen. Sie wundert sich nur, dass ich das Angebot ablehne, die im Karton verpackte Flasche zu nehmen und fragt, ob ich es denn nicht verschenken möchte. Da fällt mir ein: Ach ja, morgen ist ja día del amigo.

Der Freundetag am 20. Juli wird in Südamerika - zumindest in Argentinien - ziemlich groß gefeiert. Die Geschäfte sind voll von thematischen Artikeln und Werbung wie vor Weihnachten. Selbst in der Schule feiern wir den Tag in Form einer vorgezogenen Party am Donnerstag. Damit das Ganze auch schön unterrichtsbezogen ist, entwerfen wir für die fiesta del día del amigo "sehr kreative" Plakate, um den argentinischen Imperativ zu üben. Festejá con tus amigos y conocé a otros...

Am Freitag erscheinen alle, auch unser Lehrer Federico, ziemlich verschlafen zum Unterricht. Nach ein bisschen Grammatik und Jenifer-Lopez-Song-Analyse tauschen wir unsere Geschenke aus, die jeder nach dem Wichtel-Verfahren für eine andere Person der Klasse besorgt hat. Ich bekomme von meiner amiga invisible aus Brasilien ein Buch eines argentinischen Autors und einen Alfajor, ein argentischer Mini-Schokoladenkuchen. Muy rico!

Für Samstag Nacht hatte ich mich mit Lisa, einer anderen deutschen Praktikantin, verabredet. Doch vorher fragte mich mein Mitbewohner Sebas, ob ich Lust hätte mit ihm und 3 Freundinnen Essen zu gehen. Claro que sí! Um 23:30 hatten wir endlich einen Tisch im Boca del Lobo, nachdem wir durch ganz Nueva Córdoba (Studentenviertel) gelaufen waren. Wegen día del amigo war so viel los, dass alles voll oder reserviert war. Die meisten Lokale, wo junge Leute essen gehen, sind übrigens eine Mischung aus Disko und Bar. Also essen bei ziemlich lauter Musik. Nach Pizza und einem Ganzia Fin del Mundo-Drink ging es dann gegen 01:30 weiter ins Mitre, eine bekannte boliche (Disko) in Córdoba, schließlich war ich erst um 2:30 mit Lisa im Pétalos del Sol verabredet.

Kaum dort angekommen, wurde ich auch schon direkt von den ersten Typen auf meine Größe angesprochen. Wie denn die Luft da oben sei? Leider wusste ich in dem Moment nicht, wie man "es riecht nach Zwergen" auf spanisch ausdrückt (wahrscheinlich "huele a nanos";-D), also sagte ich einfach nur: "Mejor que abajo" zu den kleinen Männern an der Bar.

Die Nacht entwickelte sich noch zu einer kleinen Irrfahrt durch Córdoba, weil auch die anderen Mädels die blöden Anmachen satt waren (wir waren 3 blonde Deutsche und eine Puerto Ricanerin). Die von Lisa vorgeschlagene Disko ohne Namen fanden wir natürlich nicht und so landeten wir am Schluss doch wieder im völlig überfüllten Mitre, wo ich ja vorher schon gewesen war. Da sich die anderen ziemlich schnell aus dem Staub machten, machte ich mich auf die Suche nach Sebas und seinen Freundinnen... Um 8 Uhr morgens fielen wir schließlich ins Bett und verschliefen fast den eigentlichen día del amigo.

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Gegrillte Lymphknoten tag:travellerspoint.com,2008-07-15:/blog/?domain=lilatina&thisblog_entryid=5&entryid=119539 2008-08-02T18:01:56Z 2008-07-16T00:40:35Z "Jesús María" ist nicht etwa ein Ausruf des Erstaunens, sondern ein kleiner Ort ca. 50 Kilometer nördlich von Córdoba. Dort saß ich nun mit Cathi und Mercedes am Busbahnhof von Jesús María und wartete auf Augustina, die uns zum Landgut ihrer Eltern für ein Asado eingeladen hatte und uns am Bahnhof abholen wollte. Obwohl ich das Buch "Kulturschock" noch nicht wirklich gelesen habe, hatte ich mich von Anfang an auf die Unpünktlichkeit der Argentinier eingestellt (die mir ja auch gar ... "Jesús María" ist nicht etwa ein Ausruf des Erstaunens, sondern ein kleiner Ort ca. 50 Kilometer nördlich von Córdoba. Dort saß ich nun mit Cathi und Mercedes am Busbahnhof von Jesús María und wartete auf Augustina, die uns zum Landgut ihrer Eltern für ein Asado eingeladen hatte und uns am Bahnhof abholen wollte. Obwohl ich das Buch "Kulturschock" noch nicht wirklich gelesen habe, hatte ich mich von Anfang an auf die Unpünktlichkeit der Argentinier eingestellt (die mir ja auch gar nicht so fremd ist ;-)) und war daher kaum überrascht, dass uns Augustina ein Stunde warten ließ. Als Entschädigung bekamen wir drei Wartenden dann nachher aber jede einen kleinen Beutel mit Süßigkeiten geschenkt, wie beim Kindergeburtstag.

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Und dann gings erstmal zum Restaurante Parrilla Aromas, lecker typisch argentinisches Fleisch vom Grill (asado) essen. Der Kellner bringt nach und nach verschiedene Stücke vom Rind und nimmt auch immer schön die Reste und Knochen herunter, damit man auf dem Holzbrett genug Platz zum Essen hat. Nach Steak, Kotelett, Rippe und Wurst, das alles noch einigermaßen bekannt aussah und auch sehr lecker schmeckte, wurden einem dann irgendwann etwas unbekanntere gegrillte Stücke gereicht. Es handelte sich um chinchulines, riñón und ganglio, Worte, die mir zu dem Zeitpunkt nichts sagten und ich also keinen Grund hatte, die Stücke nicht zu probieren. Während mir die ersten beiden (Dünndarm und Niere) nicht wirklich zusagten, erschien ganglio irgendwie noch am angenehmsten. Zum Glück erfuhr ich erst nachher, dass ich gegrillte Lymphknoten gegessen hatte. Hoffentlich sind meine nicht deshalb jetzt so angeschwollen...

Nach dem Essen ging es dann zum Landhaus, einem früheren Jesuitenkloster mit riesigem Grundstück, Hunden und Pferden. Der einzige Mann der Truppe machte leider als Gaucho keine gute Figur. Er fiel trotz jahrelanger Reiterfahrung vom Pferd (tat sich aber glücklicherweise nichts Ernstes). Der Tag, der schon so typisch argentinisch begonnen hatte, klang schließlich mit Mate-Tee in geselliger Runde aus.

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(Sch)eis drauf tag:travellerspoint.com,2008-07-15:/blog/?domain=lilatina&thisblog_entryid=2&entryid=119529 2008-07-16T00:06:07Z 2008-07-16T00:04:36Z Mein erster Samstag in Córdoba. Trotz des schönen Wetters habe ich den halben Tag im Bett verbracht und erst gegen 14 Uhr gefrühstückt (war damit aber die erste aus unserer Langschläfer-WG). Immerhin war ich ja am Freitag das erste Mal abends in einer boliche/ Bar in Nueva Córdoba gewesen. Den Rest des Tages wollte ich nutzen, um mal ein bisschen die Gegend zu erkunden, also lief ich erstmal ein paar cuadras Richtung Fluss, wo es aber tatsächlich sehr hässlich ist. ... Mein erster Samstag in Córdoba. Trotz des schönen Wetters habe ich den halben Tag im Bett verbracht und erst gegen 14 Uhr gefrühstückt (war damit aber die erste aus unserer Langschläfer-WG). Immerhin war ich ja am Freitag das erste Mal abends in einer boliche/ Bar in Nueva Córdoba gewesen. Den Rest des Tages wollte ich nutzen, um mal ein bisschen die Gegend zu erkunden, also lief ich erstmal ein paar cuadras Richtung Fluss, wo es aber tatsächlich sehr hässlich ist. Also begab ich mich doch wieder auf den mir bekannten Weg ins Zentrum. Auf der Avenida Colon kamen mir mehrere Cordobeses mit Eis in der Hand entgegen und da hier ja noch immer sommerliche Temperaturen herrschen (auch nach Sonnenuntergang noch über 20 Grad), dachte ich mir, da gönn ich mir doch auch mal eins. In der Heladería bekam ich nach einigen Verständigungsschwierigkeiten (woher soll ich auch auf einmal wissen, dass Kugel nicht "bola" und Erdbeere statt "fresa" "frutilla" heißt?) mein Eis im Hörnchen, das ich dann auf dem Weg zum Shopping Center Patio Olmos verputzen wollte. Unterwegs machte ich mir noch Gedanken, dass ich mir vielleicht etwas gesünderes hätte kaufen sollen, da man ja hier mit den ganzen Empanadas, Pizzas, galletas usw. schon ziemlich reinhaut. Ich wollte gerade eine der wenigen Fußgängerampeln, die es in Córdoba gibt, überqueren, da höre ich ein "Platsch", richte den Blick automatisch nach oben und sehe einen Vogel ziemlich hoch über mir im Baum sitzen. Der nächste Blick geht zum Eis in meiner Hand, wo sich zum Rot der Erdbeere und Braun der Schokolade noch ein saftiges Grün hinzugesellt hat. Hat mir doch der Scheiß-Vogel aus dieser Höhe direkt ins Hörnchen geschissen!!! Ich kann mir ein breites Grinsen nicht verkneifen und nehme diese Geste als subtilen Hinweis, dass ich vielleicht doch etwas mehr auf meine Ernährung achten sollte ;-)

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Mi primer día tag:travellerspoint.com,2008-07-12:/blog/?domain=lilatina&thisblog_entryid=1&entryid=118950 2008-08-02T18:03:08Z 2008-07-13T01:59:11Z So, eben noch im sommerlichen Deutschland und jetzt schon im genauso heißen winterlichen Córdoba. Vor einem Jahr hat es hier angeblich noch geschneit, doch jetzt ist es hier erstaunlich warm für Winter. Was ich hier vom Balkonpanorama erahnen kann, sind es mindestens 20 Grad! Wofür habe ich jetzt mein ganzes Winterzeug mitgeschleppt und diese enorme Übergepäcksumme bezahlt? ;-) Die Reise verlief exakt wie geplant, nur noch etwas schneller:-) Zwar saß ich mit der Lufthansa alles andere als in der ersten Reihe, ... So, eben noch im sommerlichen Deutschland und jetzt schon im genauso heißen winterlichen Córdoba. Vor einem Jahr hat es hier angeblich noch geschneit, doch jetzt ist es hier erstaunlich warm für Winter. Was ich hier vom Balkonpanorama erahnen kann, sind es mindestens 20 Grad! Wofür habe ich jetzt mein ganzes Winterzeug mitgeschleppt und diese enorme Übergepäcksumme bezahlt? ;-)
Die Reise verlief exakt wie geplant, nur noch etwas schneller:-) Zwar saß ich mit der Lufthansa alles andere als in der ersten Reihe, dafür verging die Zeit wie im Flug. Die Reise und mein Sitznachbar im Flugzeug wiesen so viele Ähnlichkeiten mit Tommy Jauds Roman Resturlaub auf, dass ich glaubte, ich wär im Film. Und dabei waren die Leute von VOX ja gar nicht dabei. Wie Pitschi sah ich beim Landeanflug gegen 18:30 Buenos Aires von oben wie ein orange farbenes Netz. Echt gigantisch! Aber dass es schon so früh dunkel wird?
Martin und ich haben uns dann erstmal am falschen Einreiseschalter angestellt und wollten so tun, als wären wir schon Argentinos. Dann wies mich aber eine echte Argentina darauf hin und zusammen mit der uruguayanischen Basketballnationalmannschaft, die den erworbenen Pokal extra nicht eingepackt hatte, stellten wir uns dann in die richtige Schlange. Nach wenigen Minuten hatte ich den Stempel im Pass. Bevor wir zum Kofferband gelangten, mussten wir zunächst aber noch einen großen Dutyfree-Shoppingbereich durchqueren. Wie alles waren auch die Koffer ruckzuck da. Martin wollte zum Glück auch zum Retiro Busbahnhof und dann von da aus sein Hostel suchen. Wir bestellten uns ein Flughafentaxi für 20 Euro und waren nach 40 Minuten da. Auf dem Weg passierten wir auch die angeblich größte Straße der Welt, die Avenida 9 de Julio mit dem Obelisken.

Am Retiro kaufte ich ein Ticket für den teuersten Bus (< 30 Euro) nach Córdoba, der nach 1,5 Stunden abfahren sollte. Also kaufte ich mir erstmal ein frisches Andenwasser und checkte das bano público. Um 22:05 Ortszeit ging die Fahrt pünktlich los. Diesmal saß ich ganz vorne im oberen Deck, also mit bestem Blick auf der Fahrt durchs dunkle Buenos Aires. Als ich gerade meinen Sitz zurückklappen wollte zum schlafen, kam der Azafata (Steward) und brachte erstmal noch Abendessen. Eigentlich hatte ich gar keinen richtigen Hunger, wir hatten ja vor dem Landeanflug auch noch lecker Essen bekommen. Und für meinen Körper war es nun ja auch schon 3 Uhr nachts. Aber wann kann die Lisa schonmal ein Essen zurückweisen? Das Stück Fleich mit Kartoffelbrei und Möhrensalat hatten keine Chance. Das Postre passte nun aber wirklich nicht mehr rein und wurde vorausschauend fürs Frühstück aufbewahrt. Danach wurde mehr schlecht als recht geschlafen in den eigentlich bequemen Leder-Liegen, neben schnarchenden Argentiniern.

Um kurz nach sechs gab es Frühstück, also so süßes Zeug und Kaffee, bevor wir planmäßig um 6:30 den Terminal de Omnibuses de Córdoba erreichten. Dort stieg ich dann direkt wieder ins Taxi zu meiner neuen Adresse. Die Fahrt sollte nur 8 Pesos kosten und der Fahrer zierte sich etwas meine Dollars anzunehmen. Mit 5 Dollar gab er sich dann aber doch einverstanden:-)

Und jetzt die Szene, die dann allerdings doch ein bisschen vom Resturlaub abweicht, aber eben nur ein bisschen : Ich steh also um 7 Uhr morgens im immer noch verschlafenen und stockdunklen Córdoba auf der Avenida Colon, no 845 und suche depto 16 D. Das Haupttor ist zum Glück offen und dahinter gibt es 2 riesige Torres. Beim Turm C/D steht zum Glück auch die Tür offen (da kommt man nämlich sonst nur mit Schlüssel rein). Es gibt einen kleinen Vorraum mit Pflanzen und 2 Sesseln und 2 Fahrstühle, von denen ich dann einen nach oben nehme. In dem Miniflur, wo ich ankomme gibt es nur zwei Türen: 16C und 16D. Ich klingel, aber anstatt der netten Bambergerin Keks (im Buch) macht mir niemand auf. Ich versuchs noch ein paar mal, aber dann fahre ich erstmal wieder runter, lasse den schweren Koffer aber oben. Versuche es auch unten an der Klingel nochmal: nichts. Die schlafen wohl noch alle. Ich weiß, dass Catherina um 9 bei COINED sein muss, deshalb hoffe ich mal, dass sie um 7:30 aufsteht. Ich setze mich erstmal in den kleinen Vorraum und schau den Putzmännern zu, die alles ganz ordentlich sauber machen und sogar das Klingelschild polieren. Eine halbe Stunde später wird mir tatsächlich geöffnet, Catherina ist ganz verschlafen, aber ihr Wecker hat auch gerade erst geklingelt. Und: Ursprünglich kommt sie aus Bamberg. Kann das jetzt noch ein Zufall sein? Bevor ich ins Bett husche, erlebe ich noch meinen ersten Sonnenaufgang in Argentinien, den man von unserem Wohnzimmer wunderbar sehen kann...

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