Reise blog von Travellerspoint

Living Abroad

Despedida de Córdoba - Lisa sin visa

Die letzten Tage vor der großen Reise...

sunny 23 °C

Die letzten Tage in Córdoba vergingen leider viel zu schnell! Am 3. Oktober war mein letzter Arbeitstag bei COINED, wo ich von meinen Arbeitskollegen mit einem desayuno de despedida verabschiedet wurde. Gegen Mittag gingen wir deutschen Praktikanten mit unserem sehr sympathischen neuen Tutor Lucas zur Plaza San Martin, wo der deutsche Konsul zu einer Veranstaltung des deutschen Nationaltags geladen hatte. Nach der Fahnenzeremonie und den beiden Hymnen wurde dann von einem Schulchor „Es ist ein Ros entsprungen“ gesungen!

Am Samstag wurde dann gefeiert, und zwar Abschied. Leider sagten mir einige Leute noch kurz vorher spontan ab, dafür waren dann aber auch wenigstens fast nur Argentinier da! (Mira vos! Sí, hice amigos, Patricia!) Richtig lustig wurde es, als Sebast auf einmal von irgendwoher bunte Pappmasken hervorkramte, die dann jeder aufsetzen musste. Als unsere liebe Nachbarin dann damit drohte, wegen des Lärms die Polizei zu alarmieren, machten wir uns ziemlich bald auf den Weg ins Maderos, wo noch ausgiebig bis in die Morgenstunden weitergefeiert wurde ;-)

Am Montag musste ich dann endlich mal die Verlängerung meines Visums in Angriff nehmen, das am Dienstag ablaufen sollte. Zum zweiten Mal stand ich 1-2 Stunden in der Schlange, um dann zu erfahren, dass ich auch einfach an der Grenze beim Ausreisen eine „Strafe“ von 50 Pesos zahlen könnte, wenn das Visum nur 10 Tage überschritten würde. Deshalb war ich seit dem 8.10. eigentlich illegal im Lande unterwegs – Lisa ohne Visa.

Am Dienstag war es dann soweit: Nach ein bisschen Packen und Putzen nahm ich den Bus zum Flughafen, wo mich Mama und Papa schon erwarteten (meine Unpünktlich hatte sich in Argentinien natürlich noch drastisch verstärkt ;-)). Auf dem Parkplatz bekamen wir dann unseren Chevrolet S10 übergeben, der extra aus Mendoza gebracht worden war! Der Nachmittag war zur freien Verfügung: Friseurbesuch, kleiner Bummel durch Córdoba und Facturas essen auf der Plaza de la Intendencia. Abends fuhren mir mit dem Taxi Richtung paseo de las artes zum Nieta e la pancha, wo ich immer schon mal dinieren wollte. Sehr empfehlenswert: Das Zicklein (cabrito) mit Süßkartoffeln (batatas).

Eingestellt von lilatina 20.10.2008 4:48 PM Archiviert in Living Abroad | Argentinien Kommentare (0)

Cita a ciegas

Blind Date im Café Berlin

Independencia Einntausendirgendwas, Nueva Córdoba: Enzo hatte seine Wohnung für das erste Treffen der austauschinteressierten Mitglieder von "Córdoba-corazon de mi país" vorgeschlagen. Was einst als Slogan für Wahlwerbung in Córdoba funktionierte, ist heute der Name einer Gruppe im guten alten StudiVZ, wo ich mich mit Arnika, einer Deutschen und Enzo und Manu aus Argentiniern verabredet hatte - zu einer Art blind date. Enzo servierte uns Mate (mit Kaffee) und facturas, während er immer wieder zum CD-Player lief, um uns seine deutschen Lieblingsschlager vorzuspielen. Du bist so heiß wie ein Vulkan! Vor ein paar Jahren hat er in Schwaben ein FSJ gemacht und ist dabei wohl auf den Geschmack gekommen. Jetzt arbeitet er in Córdoba als Kellner in einer etwas edleren Restaurantkette, weil er als Lehrer - was er eigentlich gelernt und studiert hat - nur ungefähr ein Drittel verdient...
Später kam dann Manu, der vor einiger Zeit in Dresden studiert hatte. Obwohl die beiden ziemlich gut deutsch konnten, redeten wir die meiste Zeit auf Spanisch. Als Enzo schließlich zum Arbeiten musste, gingen wir noch zu dritt in die Bar Berlin, um das deutsch-argentinische Treffen perfekt zu machen. Bei einem kühlen Warsteiner diskutierten wir kulturelle Unterschiede (z.B. Grillen vers. asado) und ich erfuhr so einiges über die argentinische Geschichte und die Sichtweise der Argentinier auf die Welt. Schließlich kam noch ein argentinischer Freund von Arnika, der ebenfalls in Deutschland (Esslingen) gelebt hatte. Wie so oft kannten sich die anderen drei eigentlich schon über ein paar Ecken (Stammtisch Goetheinstitut). Als wir die Bar verließen, stellten wir zu unserer Begeisterung fest, dass man im Berlin sogar Haribo und Vollkornbrot käuflich erwerben kann. Außerdem wird sogar "deutsches" Frühstück angeboten, welches ich bestimmt noch mal irgendwann probieren werde...

Eingestellt von lilatina 30.08.2008 6:46 PM Archiviert in Living Abroad | Argentinien Kommentare (0)

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