ROADMOVIE Teil I - Die Woche der Superlative
Größter Vogel, ältester Saurier, höchster Berg und größtes Meer der Welt
08.10.2008 - 15.10.2008
Die Woche in Kürze
Mittwoch:
Kurz hinter Carlos Paz Kondore zum Frühstück. Eine ziemlich große Schar dieser weltweit größten fliegenden Vögel ließen uns an den Flugstunden mit ihren Jungen teilhaben.
Fahrt durch die Pampas cordobesas und San Juán: unendliche Weiten, 2 Stunden Schotterpiste (sch)nur geradeaus, Palmenwälder und Kakteenlandschaften.
Abends Ankunft in Valle Fertil und Einzug in unsere Cabaña.
Donnerstag:
150 km zum Parque nacional de Talampaya. Führung durch die bis zu 150 Meter hohen roten cañones (Flusstäler). Felsformationen wie “Sagrada Familia”, “El Monje” y “La Tortuga”. Tiere in freier Wildbahn: loros (Papageienart) y guanacos (Lamas). Am Nachmittag weiter zum nächsten Nationalpark: Die Mondlandschaft des valle de la luna. Hier wurden die bisher ältesten Dinosaurier der Welt gefunden!!! Bei unserer geführten Tour suchte sich guía Fredi natürlich unseren Pickup aus, der dann die ganze Karawane anführen sollte. Die graue Tonlandschaft beeindruckte mit zerklüftetem, verkratertem Boden und durch Erosion gebildete Felsformationen wie „Submarino“ und „El hongo“.
Freitag:
Weiterfahrt nach Mendoza, über die berühmte Ruta cuarenta. Am Nachmittag Ankunft in der Weinhauptstadt, wo wir auch ziemlich bald das schöne Hotel „Montañas azules“ (Hotel der blöden Lehrer) fanden.
Samstag:
Spontan entschieden wir, doch noch einen Tag in der grünen Stadt zu bleiben. Während unseres Einkaufbummels über die Avenida de Las Heras machte uns der blühende Ahorn schwer zu schaffen. Und dann rückte uns auch noch Vera auf die Pelle (!). Am Nachmittag Besichtigung der schönen Plätze, die als Erdbebenfluchtpunkt angelegt worden waren. Für Abends hatten wir einen Tisch im angeblich besten Restaurants Argeniniens reseviert: 1884. M+P teilten sich das Bife gigante (eine ganze Rinderrippe).
Sonntag:
Südroute bis Uspallata, Puente de Inca und falscher Aconcagua. Der „echte“ hatte sich hinter anderen Felsformationen versteckt (außerdem kann man den höchsten Berg jenseits von Asien auch schon mal leicht übersehen, oder?). Redentor gesperrt, dafür aber Grenzerfahrung mit hohem Bürokratieaufwand. Schließlich Einreise nach Chile trotz visaloser Lisa. Drei Touristen mit dem Reisepass passierten eine Linie und erzählten sich was. Da kam die Polizei: Ja was ist denn das? Gaben uns dann doch den Laufepass...
Auf der anderen Seite der Anden erwartete uns eine völlig andere Landschaft: Das grüne Lummerland begleitete uns bis zur Hauptstadt. In ca. 2 Stunden machten wir uns während der Hotelsuche mit der Stadt vertraut und kamen zu dem Schluss: Santiago ist ein Dorf, die 6 Millionen Einwohner müssen woanders leben…
Montag:
Wenn eine Taxifahrt ins Zentrum 4500 chilenische Pesos kostet, wie viele Pesos bekomme ich dann für einen Euro? Das konnten uns leider auch die Banken nicht verraten…
Santiago im Schnelldurchlauf: Paseo Ahumada, Plaza de Armas, Cerro Santa Lucía, Bella Vista, Lapislazulihaus, cerro Cristobal, teléferico. Abendessen im tiefblauen Fischrestaurant “Azulprofundo”: Pisco sour (typisch chilenischer Aperitif) und sehr leckere mariscos y pescados!
Dienstag:
(Mal wieder) später als geplant verließen wir die Hauptstadt in Richtung Oceáno pacífico.. Nach der Fahrt durch den chilenischen Frühling (wo die Bauern noch mit Pferd und Joch sähen) gelangten wir am Abend ins kleine Küstendorf Peluhue. Bei Campomar schien uns Pirata, der Husky-Schäferhund-Mischling, schon erwartet zu haben. Kurz vor dem herrlich romantischen Sonnenuntergang am Meer bezogen wir unsere urgemütliche Cabaña, in der man den Ozean vom Bett aus betrachten konnte. Was will man Meer?
Die Chilenen (Grenz- und Zollbeamten, Polizei, Kellner) hatten bis dato nicht den besten Eindruck bei uns hinterlassen, umso herzlicher und freundlicher wurden wir von Catalina auf Campomar empfangen und fühlten uns sehr wohl. Auch als wir später noch etwas essen gehen wollten, öffnete die hostería pacífico extra für uns noch mal ihre Pforten (ok, den Ofen machten sie nicht extra noch mal an…)
Mittwoch:
Strandtag ohne Baden, aber mit Seelöwen Beobachten. Die Kaffepause mit „Omas Kuchen“ ging etwas in die Hose (7100 Pesos für 3 Stücke Kuchen, da konnte etwas nicht stimmen!). Diese Erfahrung machten dann aber die in der Abendsonne badenden Pelikane wieder gut ;-) Und natürlich der unglaublich kitschig schöne Sonnenuntergang am Meer…
Schon in der ersten Woche haben wir einiges gelernt:
Keine schlafenden Hunde wecken!
Papa ist auf den Hund gekommen.
In Peluhue ist der Hund verfroren.
Ungefähr achtHUNDert chilenische Pesos sind 1 Euro.
Eingestellt von lilatina 20.10.2008 5:03 PM Archiviert in Argentinien Kommentare (0)












